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Nur wenn ein plötzlich eintretendes Ereigniß den Kriegin die Nähe ihrer Grenzen brachte, verstärkte die Schweiz einigermaßen ihre Neutralitätsaufsicht. Das alle Verbind-lichkeit eines Bundesgenossen Napoleons treu erfüllendeBayern hatte zu dem russischen Feldzuge 30,000 Manngestellt, von denen nur Trümmer zurückgekehrt waren, dannim Frühling abermals frische Truppen ausgehoben, welchebei den Treffen in Sachsen sehr übel mitgenommen wurden.Endlich von so vielen Opfern ermüdet, von der französi-schen Armee, die sich mehr nordwärts zog, verlassen, durchden Vicekönig von Italien , der von den Oestreichern fest-gehalten wurde, mit seiner Hauptarmee den AngriffenOestreichs preisgegeben, während sich für letzteres die alteAnhänglichkeit des Tyrols bereits regte, entsagte auch derKönig Maximilian Joseph dem Rheinbünde für das deutsche Bündnis, und erhielt den Besitz seiner Krone wie seinerStaaten gesichert, indem er sein Heer dem östreichischeneinverleiben ließ. Der bayerische Gesandte aber, Ritter vonOlry, theilte die durch das Cabinet von München bekanntgemachte Erklärung gegen Frankreich dem Landammannmit^). Durch diesen Uebertritt Bayerns zur Sache derVerbündeten wurde die ganze östliche Grenze der Schweiz ,vom Bodensee bis zur Südseite von Tessin , mit den demVermittler feindseligen Staaten, und mithin mit demKriegsschauplatze selbst in Berührung gesetzt.
Eine zweite, noch viel inhaltschwerere Nachricht verkün-digte den Ausgang der dreitägigen Schlacht bei Leipzig .Napoleon, zuerst auf den beeisten Ebenen Rußlands von derNatur besiegt, ward es endlich auch auf seinem eigenen Ge-biete, dem Schlachtfelds. Um seine Obergewalt war esnun geschehen.
38) Von Olry an Reinhard, L5. Oct. 1813; die Erklärung ist vom 19.