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Tapferkeit zur Beschützung ihres Gebietes hin. Seit demEnde des 15ten Jahrhunderts hielten die Verhältnisse derSchweiz mit den übrigen Staaten, denen sie Truppenlieferte, und die ihr Jahrgehalte bezahlten, auf ganz natür-liche Weife ihr politisches Gleichgewicht zwischen denselbenaufrecht. In den ersten Feldzügen Napoleons in Deutsch-land während der Jahre 1805 und 1809 beunruhigte dieEntfernung des Kriegstheaters die Sicherheit der Schweiz nicht b) und Napoleon achtete den äußern Schein einer ab-hängigen Neutralität, die für ihn einem Bündnisse gleichkam. Jetzt aber war die Lage eine wesentlich verschiedene,die Schwierigkeit eine ganz andere; es handelte sich nichtmehr um Vertheidigung der Neutralität gegen den Schwa-chen mit Erlaubniß und im Interesse des Starken. Auf dereinen Seite stand ein über 30 Millionen gebietender Herr-scher, auf der andern eine Coalition von gleicher Zahl;zwischen beiden ein Bundesstaat von zwei Millionen. Nie-mals war das Mißverhältniß ein größeres gewesen ^). Diefremden Heere näherten sich einer offenen, weit ausgedehn-ten Grenze, die beinahe ohne natürliche Befestigungen undohne feste Plätze war. Gegen geregelte, krieggeübte, sieg-reiche Armeen hatte die Schweiz nur Contingente oder auszehnjährigem Frieden hervorgegangene Milizen. Die Un-möglichkeit aber, Basel und das oberhalb dieser Stadtgelegene Rheinufer zu befestigen, ist in ruhigern Zeiten vonunterrichteten und von dem Gefühl für die Ehre der Nationtief durchdrungenen Kriegsmännern eingestanden worden ").
Aber auch Ursachen von anderer Art stellten sich derBehauptung der politischen Neutralität entgegen. Unter derHerrschaft des Vermittlers war der Name der Neutralität
8) Von Tilli-r, n, 350. - 9) Von Tillier, II, 350.10) Siehe äe kovores, LIewoires, lV, 134, 135.