Band 
Fünfter Theil.
Seite
233
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bringen der beiden östreichischen Offiziere, geborne Berner,als ihre Aufforderung selbst im Namen seines Hofes, sowiedie Zusicherung des Beistandes der verbündeten Heere zuBewerkstelligung der angerochenen Schritte. Als er dieFrage an von Mülinen stellte, was er antworten solle, ent-gegnete ihm der letztere: „Keine eigennützigen Rücksichtenwürden je die Regierung von Bern vermögen, den Eintrittfremder Heere in die Schweiz zu begünstigen, indem sie sichdurch einen solchen Schritt entehren würde" ").

Ebenfalls am 18 . December Abends erhielt der Generalvon Wattenwyl im Hauptquartier, das damals in Aarau war, den Besuch des Grafen Ludwig Senft von Pils ach,der sich als einen Gesandten Oestreichs ankündigte und imNamen dieser in der Schweiz bereits durch einen bevoll-mächtigten Gesandten, von Schraut, und einen außerordent-lichen, den vor Kurzem angekommenen Ritter von Lebzel-tern, vertretenen Macht sprach. Der ehemalige sächsischeMinister Graf Senft lebte seit etwa einem halben Zahr inder Schweiz , wahrend welcher Zeit er Menschen und Mei-nungen , besonders den Anhang der Altgesinnten und seineWünsche kennen gelernt hatte. Er kam aus dem diploma-tischen Hauptquartier und begab sich nach Bern . Er erklärtedem Oberfeldherrn, daß der Durchmarsch der verbündetenHeere durch die Schweiz als ein unwiederruflicher Punktbeschlossen und daß sowohl für die Verpflegung der Truppenals für Handhabung der Mannszucht gesorgt sei; die Schweiz würde sich von dem Wohlwollen des Kaisers überzeugen,wenn sie nicht durch unnützen Widerstand zu einer strengenBehandlung auffordere. Senft theilte dem General nichtsdavon mit, wann dieses Vorhaben ausgeführt werden sollte,und noch weniger, welche Rolle er in Bern spielen werde,

47) Wurstcnberger, Biographie des Schultheißen von Mülinen.