Band 
Fünfter Theil.
Seite
232
JPEG-Download
 

232

Maßregeln, die geeignet seien, das Ansehen der Regierungzu sichern und die Intriganten sür ein und allemal in Ruhezu setzen. Zch glaube, dabei ziemlich bestimmt sagen zukönnen, daß das Benehmen der sich Patrizier nennendenClubbisten von den hohen Mächten, mit deren Unterstützungsie prahlen, nicht gebilligt wird"").

Die Nachlässigkeit der bernischen Regierung in Betreff derReaktionärs brachte sie in den Verdacht des Einverständnisses.

Die bernischen Parteien, welche zwischen Freunden undin Familien Mißtrauen stifteten, hintergingen mit ihrenEmissären die militärischen Führer und die politischen Be-hörden ; man sah sie in und um Basel immerwährend inThätigkeit; täglich kamen aus dem Innern der Schweiz mehr oder weniger bekannte Personen dorthin, die sich indas Lager der Verbündeten begaben").

Die Reaktion in der Stadt Bern gierig stolz ein-her. Wir fahren mit Darstellung derselben fort, ehe wirzu den gleichzeitigen Bewegungen der Armeen übergeben.Bereits am 18. December war auf nicht amtlichem Wegeund in ungewöhnlicher Form eine Aufforderung von Seiteder verbündeten Mächte zu Herstellung der vor 1798 be-standenen Regierung der Stadt und Republik Bern und zuunverzüglicher Uebertragung der Gewalt an die Standes-kommission von 1802 an den Staatsrath gelangt, welcherSchritt dann die Mitwirkung der Mächte zur Wiederver-einigung von Aargau und Waadt mit dem Kanton Bern zur Folge haben sollte. Als der östreichische Gesandte^ vonder Regierung durch den an ihn gesandten alt Schultheißenvon Mülinen amtlich befragt wurde, erkannte er die Aecht-heit jener Aufforderung an und bekräftigte sowohl Las An-

45) Bon Wattenwyt an den Geheimen Rath, tk. Dcc.

46) Oberst Herrenschwand an den General von Watienwyl, 9. Dec.