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lebendig verbissen zu müssen. Es giebt eine zwiefache Po-litik: die eine faßt den zunächst liegenden Nutzen inS Augeund tritt vor den unmittelbar bevorstehenden Leiden zurück;die andere dagegen, voll Glauben in die Macht der sittlichenZdeen, begründet inmitten der gegenwärtigen Schmerzen dieGröße und Sicherheit der Zukunft. Es war freilich nichtmehr die Zeit, wo Hirten mit Alpenwaffen geharnischteRitter am Fuße der Felsen von Morgarten und Näfels oder auf den waldigen Höhen von Sempach zermalmten;dazu aber war der Augenblick, den Abkömmlingen der Rit-ter zu zeigen, daß die Schweiz Tdermopylen habe. DieEidgenossen hatten 1813 nur Ein kriegerisches Wlderstands-mittel, — den Entschluß zu sterben; nur Ein Mittel, dieNeutralität für künftige Zeitalter zu befestigen, — den Muth,sich von der Uebermacht erdrücken zu lassen; eine blutigeVerwahrung im Namen der Unabhängigkeit, ein Beispielvaterländischer Hingebung und ein Vermächtniß des Ruhmesfür die Nachwelt. Uebrigens wäre dies das einzige damalsmögliche Bollwerk gegen den Einfall gewesen. Hütten sichdie Schweizer alS die Söhne der Helden bewiesen, derenblutige Leiber den Dauphin von Frankreich aufhielten, dieVerbündeten hätten vielleicht gezögert, sich als Erben derArmagnaken zu zeigen. Die gekrönten Häupter der deutsch-russischen Coalition trugen edelgesinnte Herzen, sie liebtendie Schweiz und wußten, daß das Blut eines freien Volkesan der Stirne der Könige unauslöschlich ist.
Der Landammann berief an dem Tage, an welchem erdie amtliche Anzeige von dem Durchzuge der, fremden Heeredurch das schweizerische Gebiet erhielt, eine außerordent-liche Tagsatzung zusammen. Die Gesandten der ver-bündeten Mächte fürchteten den nach der verfassungsmäßigenKehrordnung bevorstehenden Uebergang der Leitung der eid-genössischen Geschäfte von Zürich nach Bern . Sie wünschten.