Band 
Fünfter Theil.
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daß, nach der ehemaligen Organisation der Schweiz , ZürichVorort und Reinhard an der Spitze der Eidgenossenschaft bis zur Wiederherstellung des Friedens bleiben möchte.Eine Einladung in diesem Sinn gelangte aus dem Haupt-quartier der Verbündeten, sowie von der Regierung vonSchwyz an ihn d»). Reinhard selbst war die Fortdauerseiner Gewalt keineswegs unwillkommen.

Wenn die Wiederherftellungspartei, die in Bern eineGegenrevolution herbeigeführt hatte, auf die Unterstützungdes ersten Magistraten der Schweiz zählte, so verschloß sienicht allein die Augen vor den seit Beginn der Revolutioneingetretenen Ereignissen, sondern vergaß auch die Erfahrungjener Vergangenheit, nach der sie sich zurücksehnte; die Ge-schichte der unaufhörlichen Feindschaft zwischen Zürich undBern hätte sie belehren können, daß weder Zürich , nochder an der Spitze der eidgenössischen Bundesangelegenheitenstehende zürchersche Staatsmann je in eine Wiederherstel-lung von Berns ehemaliger Größe willigen werden. Uebri-gens besaß Reinhard nebst schlauer Selbstsucht eine zu tiefepolitische Einsicht, um mit seiner Zeit und entschiedenen,durch die Zeit bestätigten Thatsachen offen zu brechen.Allerdings nahm er die geschichtlichen Grundlagen der Eid-genossenschaft an, jedoch nur, um auf denselben ein denBedürfnissen der neuen Schweiz angemessenes Bundesge-bäude aufzuführen: gleichwohl war die Wiederherstellungdes alten Vorortes anstatt der mediationsmäßigen Bundes-regierung nur das Resultat von Reinhards herrschsüchtigenBerechnungen. Dieses Verfahren, wodurch der Nutzen desLandes dem persönlichen Vortheil aufgeopfert wurde, hattefür die Eidgenossenschaft verderbliche Folgen.

Sobald eine Mehrheit von Ständen in Zürich vertreten

98) Hans von Reinhard , 248.