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stützte sich der nicht ohne eine Beimischung von Hochmuthdaraus entstandene Stolz auf den kriegerischen Geist desVolkes. Um von diesem Lande wieder Besitz zu nehmen,hätte man es wieder erobern müssen; das wäre ein gewagterVersuch gewesen. Zudem wußten die Berner, daß derKanton Waadt durch den Einfluß F. C. de la Harpe's denSchutz des Kaisers Alexander genoß. Sie entschlossen sichalso, indem sie sich auf den juridischen Standpunkt desEigenthums stellten, diese Besitzung für eine Entschädigungvon 4,672,000 Franken abzutreten. „Was die angeboteneFreilassung betrifft, ward zur Antwort gegeben, so wirddie Verhandlung darüber kurz sein: der ehemals durchdie Waffen unterworfene Kanton Waadt ist seither durchdie Waffen befreit worden. Das sind seine Freibriefe" ^).Viel hartnäckiger hielten die Berner an dem Aargau fest.Dieses war dem Kanton Bern so ähnlich, daß man unmerk-lich von der einen Bevölkerung zur andern übergieng. Znallen Klassen fand man dort Anhänger der ehemaligen Herr-scher, sogar einige thätige. Allein die Aehnlichkeit und dieErinnerungen alter Anhänglichkeit beschränkten sich auf dasreformirte Aargau, denn der Kanton war aus ungleicharti-gen Theilen zusammengesetzt. Folgendes war nun das vonBern eingeschlagene Verfahren. 2n den amtlichen Aktenund auf dem Gebiete der Oeffentlichkeit behauptete es dieRechtmäßigkeit seines zwiefachen Anspruches. Zu den 2n-ftruktionen an seine Gesandten gab es sich den Schein bun-desbrüderlicher Großmuth und willigte, obgleich mit An-strengung, darein, das, wie es wohl fühlte, ihm auf immerEntgangene, jenes Waadtland, „die schönste seiner Besitzun-gen", wie es sich ausdrückte, der Eintracht zum Opfer zubringen. Gleichwohl verlangte Bern , außer der Geldent-
58) Olivier, ksvol. kelvet. 278.