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führte alle Gründe der Politik, der Staatswirthschaft undder Handelsinteressen an, um sein Land unter dem kaiser-lichen Scepter zu erhalten. Der ehemalige Minister desKönigreichs Italien, Aldini, behauptete, der Besitz der dreiThäler könne keinen Werth für die Schweiz haben, wasman durch die gegenseitige Abneigung ihrer Bewohner,wieder an Graubünden zu gelangen, und der Graubündner,ihre ehemaligen Unterthanen von Neuem mit ihrem Frei-staats zu vereinigen, zu rechtfertigen versuchte. Wirklichzeigten sich die Graubündner, welche einen größern Werthauf die sequestrirten Güter, als auf die Größe der Schweiz zu legen schienen, geneigt, auf eine Gebietsausdehnung zuverzichten, sofern sie ihre Besitzungen wieder erlangtenDie Ansicht, ihre ehemaligen Unterthanen, in einen viertenBund vereinigt, ihrem Kanton anzuschließen, lehnten sie ab,weil dadurch die Katholischen das Uebergewicht erhaltenhätten. Die eidgenössische Gesandtschaft weigerte sich ihrer-seits, sie als 23ster Kanton aufzunehmen; nach ihrem Da-fürhalten war die Zeit der Erschaffung neuer Kantone vor-über, die Reihe der 22 als geschlossen zu betrachten?').Zm Grunde fürchteten die protestantischen Kantone die Ver-mehrung der Zahl der katholischen. Nichtsdestowenigerforderte die Gesandtschaft das Veltlin beharrlich zurück undmachte, in Betreff der Vereinigung desselben mit der Eid-genossenschaft , Vorschläge. Erklärten sich aber die Minister
20) Zwei Noten des bündnerischen Abgeordnete» von Salis-Sils undeine Denkschrift über die Confiskationen in Klüber V, 248, 251,26l und 265. Der nämliche Band enthält noch verschiedene Akten-stücke über denselben Gegenstand, unter andern eine ausführlicheGeschichte der Confiskation S. 345-482. Der Werth der einge-zogenen Güter wurde damals auf drei Millionen Reichsguldeugeschätzt.
21) Reinhard entwickelt diese Gründe mit Wärme; stehe Hau- vo»Reinhard, 308.
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