Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Seele eines Volkes, in den Fluchen der Verwirrung unter-zugehen scheinen. Als die zügellose Leidenschaft des fremdenKriegsdienstes im 15. Jahrhundert, der blutige Haß in denReligionskriegen, die Entsittlichung während der helveti-schen Revolution die Bande der Familie und der Moralgelöst, das väterliche Ansehen und das der Gesetze ge-brochen hatten: wie viele edle Geister beweinten da denunwiderbringlichen Verlust der schweizerischen Sittlichkeit!Und dennoch hat nach dem Sturme die Sonne mit ihremGlänze die erquickte Erde wieder vergoldet.

Die Ordnung der Jahreszeiten findet sich in dem langenJahre der Völker wieder. Vor der Ernbte Pflügen undAussaat; vor der Korn- und Weinlese die Zeit, da mandas Erdreich düngt. Wie der Auswurf der materiellenNatur die Felder und den Weinberg fett macht, ebensomacht nach der providentiellen Haushaltung der Auswurfdes sittlichen Lebens den Boden der Menschheit fruchtbar.Er häuft sich an und verfault; dann in den Blumen, denSaaten, den Früchten des Herbstes erkennt man ihn nichtmehr.

Glücklicherweise leben die Völker nicht in einer von demMenschen eingerichteten Ordnung der Dinge, sondern inderjenigen, die der Ordner der Welt geordnet hat. DieVorsehung regiert die Gesellschaft durch Gesetze, die wederder Bestätigung wankelmüthiger Rathsversammlungen, nochder gleich den Meereswellen bewegten Menge unterworfensind. Das ist das Fundament einer vaterländischen Hoff-nung, die nicht zu Schanden werden läßt.

Weil ihr Vortheil es erheischt, den Stachel dieser Ueber-zeugung, die ihre Seele durchbohrt, zu zerbrechen, werdengewisse Männer, um ihrer Unordnung den Sieg zu ver-schaffen, diese göttliche Ordnung verleugnen. Volk, siewerden dir sagen, du allein seiest ihr Gott . Wenn du reden