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fälle in der kalten Jahreszeit, welche auf unserm Kontinent bis tiefin unser Jahrhundert hinein alljährlich viele Störungen verursachten,zu verhüten, was allerdings auch durch das mildere Winterklimader britischen Inseln erleichtert wurde. — Im Fernern verdanktman ihnen die Erfindung des im XVIII. Jahrhundert eine sehrwichtige Rolle spielenden sog. Englischblau oder bleu d’applicationä l’indigo, auch Schilder-, Pinsel- oder Malerblau genannt. Das-selbe stellte eine mit Senegalgummi verdickte Lösung von Indigoin alkalischer Lauge und Schwefelarsen dar und konnte, da essich bei Berührung mit der Luft sofort oxydierte, nicht ohneweiteres auf einem Chassis ausgebreitet und mittelst Modeldruckappliciert werden, weshalb man es in der Regel mit dem Pinselauftrug. Es diente teils zur Erstellung von Weissboüen mit Hell-solidblau, vornehmlich aber dazu, Krappfarben und Indigo in dem-selben Artikel zu vereinigen, und zwar eben mit Umgehungder Blauküpenfärberei, indem man es einfach in die weissenPartieen der in den Krappfarben verschiedenartig ausgefärbtenKattune mit dem Pinsel „einschilderte“. Da das betreffende Receptim Manuscript Ryhiner die Jahrzahl 1746 trägt, muss die Erfindungwohl schon mehrere Jahre früher in England erfolgt sein. Etwasspätem Datums (nach Dollfus-Ausset immerhin vor 1780) ist diegleicherweise englische Erfindung des Faience-blau (im Eisass frühermanchmal ebenfalls „ bleu anglais“ genannt), welches sich zwarmit den Krappfarben nicht kombinieren liess, dafür aber sowohlfür Model- als auch Rouleaudruck sehr geeignet war. Diese Methode,deren Namen von der italienischen Stadt Faenza bezw. von demaltberühmten blauen Thongeschirr derselben abgeleitet wurde,blieb in der Indiennesdruckerei für weissbödige Dessins bis minde-stens 1877 d. h. bis zur Erfindung des künstlichen Alizarinblausim Gebrauch; sie bestand im Aufdruck eines Gemisches von ge-mahlenem Indigo und Eisenvitriol und Fixation in verschiedenenalkalischen und sauren Passagen.
Im Jahr 1750 rechnete man die Produktion der DruckereiGrossbrittaniens an leinenen und halbbaumwollenen Geweben(nach Baines) auf 50,000 Stück, eine auch dann noch höchst be-scheidene Ziffer, wenn man die nicht genannte Stücklänge grösser
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