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•auch in dem S. 127 erwähnten Vorkommnis mit dem jungenGreuter von Islikon.
Im Jahr 1761 kam Streiff, nach dem Glarner Tagwenspro-tokoll, um die Bewilligung ein, ein Wasserrad in den Oberdorf-bach einsetzen zu dürfen, was ihm gestattet wurde; es handeltesich dabei wohl um die Ingangsetzung einer Calander, da manvon andern durch Wasserkraft getriebenen Einrichtungen in dendamaligen glarnerischen Druckereien keine Kunde hat. Speziell dasWaschen geschah durch Einhängen der Stücke in Giessendes Wasser,Pritschen mittelst Holzschlägeln und Walken von Hand, welch’letztere Manipulationen in einzelnen primitiv arbeitenden Fabrikensogar noch in den 1840er Jahren ausgeübt wurden, während in denfortgeschrittenem vom Anfang des XIX. Jahrhunderts an „Pritsch-maschinen“ (oder sog. Quatschehäspel) Eingang fanden. Die inEngland 1802 konstruierten Wasch- oder Flotschräder gelangtenerst 1820 ins Eisass und jedenfalls erst daraufhin in unser Land. l )
Von dem schriftlichen Nachlass Streiffs ist zufälligerweise einfast vollständiger Geschäftsabschluss aus dem Jahr 1769 erhaltengeblieben, welchen sein Urenkel, der 1899 verstorbene Herr Rats-herr Heinrich Blumer-Tschudi in Glarus, die Gefälligkeit gehabthatte, dem Verf. zur Verfügung zu stellen. Da dieses Inventarium,bei der Seltenheit ähnlicher Dokumente, allgemeines Interesse be-anspruchen darf, lassen wir es in extenso folgen. Dabei schickenwir voraus, dass, um die Uebersicht nicht durch zu viele An-merkungen zu stören, erläuternde Zusätze an verschiedenen Stellenin Klammern beigesetzt wurden, während alles Uebrige wört-lich mit dem Original übereinstimmt. Im Soll und Haben der Bilanzist die Hauptrubrik in Glarnergulden (mit 101,3 fl. bezeichnet, daderen IO 1 /,, auf eine Golddublone oder einen Louisd’or äFr. 23.70heutiger Währung gingen) geführt und zwar zerfielen diese Guldenin 60 „ideale“ oder Rechnungs-Kreuzer In einer vordem Kolonnefand alsdann die Rechnungsstellung bei gewissen Posten in der-jenigen Sorte Gulden statt, nach welcher die bezüglichen Geschäfts-freunde rechneten und zwar in diesem konkreten Falle im Sollnach Reichsgulden (“ fl.), deren 11 auf eine Dublone (in früherer
') S. „Färberzeitung“ von Dr. Adolf Lehne (Heft I Jahrg. 1900) undDallfus-Aussets „Materiaux“ (T. I S. 243).