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und es erfreuten sich u. A. auf dem Rouleau einhändig oder alsUeberdruck (über von Hand schon gedruckte Farben) angewandteChagrin -*) und Jfosm'gwes-Dessins anhaltender Beliebtheit.
Im Jahr 1800 fand der Walzendruck in Jouy (S. 84) Eingang,1805 in Wesserling (S. 141), 1806 bei Nicolas Köchlin in Mülhausen(S. 139), im gleichen Jahre auch in Oesterreich (in der Fabrik inKettenhof), etwas später in Cortaillod (S. 93) und so nach undnach in vielen Orten auf dem Kontinent; Grossbrittanien bliebindessen stetsfort im Vorsprung, indem es eine vielfach grössereAnzahl von Druckmaschinen in Bewegung setzte als alle übrigenLänder zusammen.
Im Anfang enthielt die Rouleaux-Maschine nur eine einzige,später zwei gravierte Walzen; 1823 konstruierte der EngländerChurch die erste brauchbare „dreihändige“ Druckmaschine und1835 war man in England bereits bei sechs Walzen bezw. Farbenangelangt, während man es um dieselbe Zeit im Eisass noch nichtüber zwei Walzen hinaus gebracht hatte. 2 ) Abgesehen davon,dass der Zeichner seine Muster dem Charakter der Metallwalzen-bezw. der Holzstecherei anpassen muss, lässt sich über die Pro-duktionsverhältnisse der beiden Druckmethoden ungefähr folgendessagen: Eine „einhändige“, von 1 Meister, 2 erwachsenen und 3jugendlichen Arbeitern bediente Rouleaux-Maschine verrichtet dieArbeit von zirka 40 Handdruckern, welche während der gleichenZeitin Thätigkeitstehen und ebenfalls nur einen einfarbigenDruckzu bewerkstelligen haben; eine „vierhändige“ Maschine, welchemit demselben Personal in etwas verlangsamtem Gange gleichzeitig4 Farben auf trägt, vermag schon 100 Handdrucker zu ersetzen u.s.f.In Grossbetrieben, in welchen weniger Zeit mit dem Aus wechseln derMuster verloren geht, verschiebt sich dieses Verhältnis noch mehrzu Ungunsten des Handdrucks. Der Rouleaux-Druck zeigt somit inBeziehung auf Produktion und auf wirkungsvolle Stecherei eine sehrgrosse Ueberlegenheit; umso mehr Interesse hat es für uns, inden spätem Abschnitten zu konstatieren, dass und auf welche
*) „Chagrin“ im Sinne von „genarbt wie Chagrinleder,“
ä ) Bull. Soc. Ind. S. 443 Jahrg. 1834. Die erste zweihändige Maschinemontierten im Eisass Dollfus-Mieg & Cie. 1820, nachdem Dollfus-Ausset einJahr zuvor die Pläne dazu aus England mitgebracht hatte.