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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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salzen und Ferrocyansäure für Schwarz) zu ausgedehnter Ver-wendung.

4) Nachdem schon Bancroft darauf aufmerksam gemacht hatte,•dass Mangansuperoxyd, auf der Faser erzeugt, derselben einedauerhafte braune Farbe verleiht, war es das Haus Andre Hart-mann et ses fils in Münster (Eisass), welches sie unter dem NamenBistre in die Praxis einführte und mit derselben mehrere eigen-artige Artikel schuf (teils in Aufdruckmanier, teils uni-gefärbt mitweissen und bunten Aetzfarben). Daraufhin bemächtigten sich dieEngländer dieser Neuheit und überschwemmten "Europa, soweites ihnen offen stand, mit "den verschiedenen, in Bouleaux-Druck■erzeugten Bisterfabrikaten; John Mercer in Oakenshaw kombiniertedie Mangansalze mit Eisensalzen und gelangte so zu einer neuenNüance, genannt Bronce oder Solitaire. ’) Auch später tauchte derManganbister von Zeit zu Zeit wieder in den Druckfabrikaten auf,wenn auch die Nüance, indem sie des rötlichen Stiches entbehrt,in Schönheit mit dem Braun der vegetabilischen Farbstoffe nichtkonkurrieren konnte und die Farbe zwar licht- und seifenächt ist,aber beim Tragen durch den Schweiss leicht zerstört wird. Einedauernde und viel grössere Wichtigkeit als die Mangansalze er-langten :

*) Die mit Mangansalz haltigen Farben versehenen Zeuge mussten zurEntwicklung des Mangansuperoxyds durch kaustische Lau ge genommenwerden, wobei je nach der Stärke derselben das Baumwollgewebe mehr oderweniger sich zusammenzog. Nach Löwenthals „Handbuch der Färberei“untersuchte nun Mercer 1844 den Einfluss der Aetzalkalien auf die Baum-wollfaser genauer und fand, dass sie durch jene physikalische und chemischeVeränderungen erleidet und zu Farbstoffen und gewissen Beizen eine grössereAnziehungskraft gewinnt; 1850 erhielt er auf die Anwendung des Mercerisierens<wie das Verfahren seither genannt wurde) ein Patent, das aber ablief, ohnein der Praxis eine nennenswerte Bolle gespielt zu haben. 1889 entdeckte derEngländer Arthur Lowe , dass, wenn das Tuch oder das Garn während desMercerisierens in gespanntem Zustande erhalten und also die sonst ein-tretende Zusammenziehung verhindert wird, die Baumwollfaser einen seiden-ähnlichen Glanz gewinnt; aber auch sein Patent konnte sich noch keinesdurchschlagenden Erfolges rühmen. Erst 1897/98 gelang es Thomas & Prevost,zur Vornahme der Operation geeignete Maschinen zu konstruieren und da-mit die mercerisierten Produkte en vogue zu bringen, was, beiläufig bemerkt,Veranlassung zu grossartigen Patentprozessen gab.