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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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winnen, nahm dessen Verbrauch auch in der Baumwolldruckereigrosse Ausdehnung an.

2) Im Jahr 1775 machte der englische Gelehrte Bancroft dieBeobachtung, dass die Rinde der schwarzen Eiche Nordamerika^reichliche Mengen eines Farbstoffs enthält, welcher Thonerdebeizegelb und Eisenbeize schwärzlich-oliv färbt. Infolgedessen wurdediese sog. „Quercitronrinde“ in England und später auch aufdem Kontinent ein bedeutender Handelsartikel, mit dem mangelbe und olive und, gemischt mit etwas Krapp, auch rot-orangeund zimmtbraune Töne erzeugte, und welcher den farbstoffärmernWau in der Färberei verdrängte.

3) Einige Autoren melden, dass brauner und gelber Katechu(zur Trockne eingedämpfte Extrakte verschiedenartiger Pflanzen)in Indien und China schon seit langer Zeit nicht nur als Genuss-mittel (zum „Kauen“), sondern auch zum Färben bezw. Druckenverwendet worden sei, ohne indessen anzugeben, auf welche Weisedie Bindung des Farbstoffs an die Gewebefaser bewirkt wurde.In Europa waren diese Substanzen nur als Arzneimittel bekannt,bis man im Anfang des XIX. Jahrhunderts in der Fabrik Schöppler& Hartmann in Augsburg die Beobachtung machte, dass sie, mitKupfersalzen versetzt, sich ohne weiteres wie Tafelfarben durchOxydation auf Baumwolle fixieren und dass diese sehr ächten,bald mehr ins Gelbe, bald mehr ins Braunrote spielenden Holz-farbentöne auch leicht mit Krappfarben kombiniert werden können. 1 )Später fanden sich noch andere Fixationsmethoden und es gelangteder Farbstoff sowohl in der Baumwolldruckerei als auch in derSeidenfärberei (bei letzterer gewöhnlich in Verbindung mit Eisen-

‘) Die erste 1815 erschienene Publikation hierüber verdankt man Job.Gottfried Dirigier, der, gebürtig von Zweibrücken und seit 1800 Apotheker inAugsburg, hier 1806 eine chemische Fabrik gründete und von da an sichals Chemiker, Dozent und Schriftsteller, in den Dienst der Färberei undDruckerei und der Technologie überhaupt stellte. Im letztgenannten Jahr•erschien der erste Band seines „Journals für die Zitz- Kattun- oder Indiennes-Druckerey“; von 1815 an folgte das „Neue Journal für die Indiennen- oderBaumwolldruckerei“, welches später wieder einging, während das von ihm1820 gegründete allbekannte „Polytechnische Journal“ von seinem Sohn, Dr.Emil-Maximilian Dingler, viele Dezennien hindurch fortgesetzt wurde.