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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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war, gelegt wurde. Später befassten sich neben verschiedenenandern französischen Fabriken auch einige in Mülhausen (Thüringen)und in Nördlingen mit diesem Genre, welcher hauptsächlich wolleneMöbelstoffe, Doublures de voitures und daneben auch „devantsde vestes, des bordures de robes, de jupes“ etc. umfasste. Trotzeiniger Mängel des Verfahrens (langsame Produktion und mangel-hafte Waschächtheit) konnte es sich bis um die Mitte des XIX.Jahrhunderts in vereinzelten Etablissementen in Anwendung er-halten; inzwischen waren schon längst die folgenden in ver-schiedenen Beziehungen vollkommnern Druckmethoden erfundenworden:

a) Die Aetzmanier. — Während in Indien die Wachs-reserven von jeher sowohl im Indigo- als auch im Krappartikelin Anwendung standen, ging man für letztem in Europa früh-zeitig zum direkten Druck verdickter Beizenfarben über und ge-langte, indem man in einer Operation die mit verschiedenartigenBeizen bedruckten Zeuge färbte, verhältnismässig leicht zu solidenmehrfarbigen Fabrikaten (vgl. S. 38 u. 50). Einzig im Seidendruck(S. 62) erhielt sich für die beizenziehenden Farbstoffe neben demdirekten Aufdruck der Beizenfarben auch die „Reservage“-Methodein Gebrauch. Da nun letztere, allgemein betrachtet, bei einfarbigerund zugleich „bödiger“ Ware überhaupt gewisse Vorteile (Er-sparnisse an Druckfarbe und Drucklohn) bietet und sich für sehrfeine, weisse (die Stickerei nachahmende) Effekte besser als dasAufdruckverfahren eignet, nahm man in England, wie wir bereitsS. 63/64 berichteten, das Reservage-Verfahren auch im Baumwoll-druck für die beizenziehenden Farbstoffe (Krapp, Rotholz, Blau-holz, Quercitron etc.) wieder auf, indem man chemische Reservenerfand, bei welchen speziell der Citronensäure die Rolle zufiel,an den „reservierten“ Stellen die Verbindung des Metalloxyds mitder Gewebefaser zu verhindern. Wann dies geschah, ist nichtgenau ermittelt; dagegen steht fest, dass man in England in den1790er Jahren das Verfahren weiter entwickelte, und, indem mandie Reihenfolge der Operationen zum Teil wechselte, zum eigent-lichen Weissätzdruck auf gebeizten Gründen gelangte. Beidemselben werden die Gewebe zuerst mit Metallsalzlösungen be-laden (gebeizt oder „mordanciert“), dann das Metalloxyd durch