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sprechenden Tafelfarben und sich die Fabrikation fast ebenso rasch,bewerkstelligen liess. Während die Letztgenannten wegen derArt der Verdickung und der Schärfe (Säure) ihrer Mordants sichin ihrer Mehrzahl für den Rouleaux-Druck schlecht eigneten, Hessensich bei den Dampffarben diese Schwierigkeiten ganz wohl über-winden. — Von besonderer Wichtigkeit war die gegen 1820 inManchester gemachte und in diesem Jahre von Dollfus-Aussetdem Eisass übermittelte Entdeckung, dass angemessen verdickteund aufgedruckte Ferrocyansäure durch Dämpfen und nachherigesVerhängen (Oxydieren) an der Luft in „Ferrocyanblau“ übergehtund dass solches auf der Faser entwickeltes „Berlinerblau“ viellebhafter und solider fixiert ist als das Tafelblau von S. 208/9. ; —Durch Beimischung von Alaun und Kreuzbeerabsud oder einemandern gelben Pigment liess sich das neue „Dampfblau“ in eingut waschbares und daher sehr geschätztes „Dampfgrün“ ver-wandeln 1 ); während im fernem die blauen und grünen Tafelfarbennur für „Rentrures“ anwendbar gewesen waren, Hessen sich nachdem neuen Verfahren die schwersten „Böden“ im Rouleaux- undHanddruck erstellen. So erzeugten denn vom Anfang der 1820erJahre an die Engländer für das In- und Ausland schon bedeutendeMengen dampffärbiger baumwollener Rouleaux-Waren in anfäng-lich ein- und bald auch mehrhändigen Mustern, wobei sich be-sonders das Haus James Thomson in Primrose auszeichnete; aufdem Kontinent dagegen gewannen die Dampffarben im Hand- undRouleaux-Druck erst in den 1830er Jahren ihre volle Bedeutung.
Um die Fixation der Farben zu begünstigen und ein Mürbe-werden der Faser während des Dämpfens unter dem Einfluss der'anfänglich fast so scharf wie Tafelfarben gehaltenen Dampffarbenzu verhindern, präparierte man die dafür bestimmten Gewebe mitThonerde-oder Zinnoxyd 2 ). Die Beobachtung, dass letzteres nicht
b Ueberhaupt wurden die in dieser Periode auf tauchenden neuen Ver-fahren zur Herstellung blauer und gelber Druckfarben dazu benutzt, auchebenso viele neue Methoden für Grün zu kombinieren; hievon in jedemFall Notiz zu nehmen, würde jedoch den Rahmen dieser Arbeit weit über-schreiten.
*) Ein noch vorhandener, 1832 von einem Koloristen Stiller in Ilzach.bei Mülhausen verfasster Receptenschatz schreibt Präparation mit essigsaurer