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nur auf die pflanzlichen Farbstoffe, sondern namentlich auch aufFerrocyanblau sehr belebend ein wirkt, veranlasste um 1830 JamesHindle in Sobden, Ferrocyanzinn auch den blauen und grünen Druck-farben beizumischen; in Frankreich geschah dies erst zwischen1836 und 1840 (im Anschluss an die Entstehung der Färberei des„bleu de France“, s. o. S. 209). Dieses neue noch feurigere Dampf-blau, bleu royal genannt, machte Aufsehen und wurde rasch von•den meisten Woll-, Seiden- und Baumwolldruckereien aufgenommen.Eine weitere Verbesserung mancher Dampffarben (bestehend inder Beimischung von Kaliumchlorat, welches die Entwicklung der-selben beschleunigte) verdankt man Mülhausen, wo die FabrikBlech, Steinbach & Mantz sich um 1840 durch bis jetzt unerreichtlebhafte Dampffarbendrucke auszeichnete.
c) Die Bedeutung der in dieser Periode entstehenden undmächtig aufblühenden Türkischrot-Stückfärberei und-Aetzdruckerei haben wir schonS. 169u.ff. gewürdigt. Dieselbebeeinflusste nun auch den alten gewöhnlichen Krappartikel.Da nämlich die aus dem Krappbad hervorgehenden Stücke eindüsteres Rot und ein sehr schmutziges Weiss aufwiesen, musstensie, besonders wenn es sich um leichte Muster (Weissböden) han-delte, mehrere Wochen lang abwechslungsweise auf die Wiesenausgelegt und in Kuhkoth- und Kleienbädern bearbeitet werden.Vom Anfang des XIX. Jahrhunderts an nahm nun, besonders imEisass, immer mehr das Verfahren überhand, den Kleienbädernauch Seife zuzusetzen, womit man eine bedeutende Belebung derFarben und eine schnellere Reinigung des Weiss erzielte; gleich-wohl beanspruchte dieses „Abziehen“ und „Avivieren“ der Krapp-waren noch immer fast 3 Wochen. Eine nochmalige Abkürzungerfuhren diese Operationen durch Einschiebung einer Passage in
Thonerde und verschiedenen Zinnverbindungen nebst angemessener Fixationderselben vor; auch gibt er eine Beschreibung der Dämpferei mittelst der„Pfeife“, wobei der Dampf einem gelochten Rohr, auf welches die Stückeaufgerollt werden, entströmt, und endlich erwähnt er auch schon die Nach-behandlung der gedämpften Waren in einem schwachen Bad von chrom-sauren Salzen (vgl. oben S. 212). Dagegen werden als für Dampfblau nötigeDroguen nur Ferrocyankalium, Oxal- und Weinsteinsäure, hingegen keinFerrocyanzinn aufgezählt.