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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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wieder von Hand erzeugte Fondudrucke an; immerhin sind siesehr zurückgegangen, besonders auch seit der Rouleaux-Druck imWollartikel stark überhand genommen hat.

f) Die Lithographie, jene von Alois Senefelder aus Prag1796 erfundene und für den Papierdruck so wichtig gewordeneKunst des Steindrucks, wurde in der Folge auch dem Gewebe-druck dienstbar gemacht. Wahrscheinlich geschah dies schon zuAnfang des XIX. Jahrhunderts durch die Gebrüder Faber, Kattun-druckfabrikanten in St. Pölten bei Wien, welche nach BrockhausC.-L. einen Vertrag mit dem Erfinder geschlossen hatten; ein ge-wisses Aufsehen machten sodann von 1819 an die lithographischenSeidendrucke von Gebrüder Haussmann in Logelbach (S. 143)und bald darauf befassten sich auch Augsburger und SchweizerFabriken mit dem Artikel, auf Baumwolltüchern erstellt. Selbst-verständlich konnten diese einfarbigen, grauschwarzen Steindruckenur zur Wiedergabe von Figurenmustern dienen und auch fürsolche kamen sie, seltene Gelegenheitsbilder ausgenommen, ziem-lich bald wieder in Abnahme, indem diese Lithographie-Gewebeein allzu papierähnliches Aussehen zeigten. Hoch weniger An-wendung im Gewebedruck fand der schöne, gleichfalls von Sene-felder ins Leben gerufene und von dem Elsässer G. Engelmannund Andern bedeutend verbesserte mehrfarbige Steindruck(Chromolithographie); erst in den 1880er Jahren unternahm esHerr Adolf von Heinrich Hoz von Winterthur, die inzwischen ent-standene Photo-Lithographie für den Gewebedruck umzuge-stalten, indem er, soweit bekannt geworden, u. a. bei der Her-stellung von Druckplatten und später auch von Druckwalzen dasbei der obigen übliche photographische Aetzverfahren und dieGalvanoplastik zu Hilfe nahm. Als Vorzüge dieser neuen Manierwurden Schnelligkeit der Gravierung und des Druckes und grosseGenauigkeit in der Wiedergabe figürlicher Darstellungen gerühmt;auch entbehrten die betreffenden Produkte eines gewissen Reizesnicht. Trotzdem konnte der in der Fabrik Sulzer in Aadorf (S. 132)und von ungefähr 1890 an in Lindau in einem besondern Etablisse-ment unter der Firma Hoz, Ott & Cie. versuchte Grossbetrieb nichtaufrecht erhalten werden, teils weil derselbe sich teurer und um-ständlicher gestaltete, als wie vorausgesehen war, teils auch weil