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hölzerne (später messingene) Scheidewände in parallele Abteilungen,welche man stufenweise mit in ihrer Intensität oder in derNüanceverschiedenen Druckfarben füllte. Eine Bürste (in der Tapeten-druckerei' noch heute „Streifenzieher“ genannt) war derart mitBorsten besetzt, dass dieselben den Abteilungen des Troges ent-sprachen; sie diente dazu, alle im Trog enthaltenen Farben aufeinmal und in der eingeteilten Reihenfolge durch Eintauchen undAbsetzen ins Druckchassis überzutragen, wo man jene mit einerandern Bürste nochmals in gerader Richtung etwas verstrich.Brachte man nun die Druckform ins Chassis und von da aufs Ge-webe, so zeigten sich die Farben auf denselben ähnlich wie beieinem Regenbogen sanft ineinander überfliessend und bei denUebergängen von selbst neue Mischtöne erzeugend. Diese sowohlmit Beizendrucken als auch mit Tafel- und Dampffarben herstell-baren Effekte fanden Anklang und spielten von den 1820er bis indie 1840er Jahre hinein eine gewisse Rolle; im Baumwolldruck kamman dann in der Folge wieder davon ab, da das Verfahren sehrzeitraubend war, stets eine ziemliche Menge Farbe in den Chassisund Trögen unbrauchbar wurde und man bald im Rouleauxdruckähnliche Wirkungen durch die Gravüre hervorbrachte; imWoll-druck hingegen, in welchem die „Irisfarben“ besonders schöngelangen und dessen verhältnismässig teuren Erzeugnisse höhereFabrikationsspesen ertrugen, wurde die „Ombre-Manier“ weiter aus-gebildet, indem man im Farbentrog nicht nur parallele, sondernbeliebig geformte Abbteilungen anbrachte und das Uebertragender Farben aus denselben ins Chassis durch eine Planche-fournisseurbewerkstelligte d. h. durch ein hölzernes Brett welches mit, denScheidewänden entsprechend gestellten Stecknadeln besetzt war;das Egalisieren der Farben in Chassis geschah dann durch eineFilzwalze von bestimmtem Umfang. Dadurch war es möglich,an irgendwelchen Partieen der Zeichnung Irisfarben von über-raschender Wirkung hervorzuzaubern. Das Vollkommenste indieser Richtung dürften im Anfang der 1870er Jahre GebrüderHeümann (später Jean Heilmann & Cie.) in Mülhausen im Artikel„Japonais“ geleistet haben, Wollmousselines-Drucke als Nachahm-ung acht japanischer Seidendrucke nach Art derjenigen, wie wirsie schon S. 40 T.II erwähnten. Auch heute trifft man noch hin und
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