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Im XIII. Kapitel desselben Buches findet sich noch einigesüber Bild- und Buntweberei mittelst „Muggen“-, bezw. türkisch-rot gefärbtem und blauem Garn.
Indem wir dazu übergehen, dasjenige zusammenzustellen,was wir über den Ursprung und die Entwicklung der Geschäfts-firmen, welche sich mit Handweberei oder Maschinenspinnerei und-Weberei befassten, in Erfahrung bringen konnten, haben wir zukonstatieren, dass sich im Hauptort Glarus das industrielle Inter-esse von Hoch und Niedrig hauptsächlich auf die Druckerei richtete,so dass dem Verf. wohl einige Handlunsgsfirmen, welche sich mitEin- und Verkauf von einheimischen und fremden, rohen und ge-druckten Tüchern befassten, hingegen keine Handwebereigeschäftebekannt geworden sind. 1 ) Umso bemerkenswerter ist ein solches indem zu Glarus gehörenden Weiler Riedern, da dessen Inhaber,nach der familiären Ueberlieferung, als einer der Begründer derglarnerischen Handweberei in den zwei letzten Dezennien des XVIII.Jahrhunderts angesehen werden muss. Es war dies Rudolf Heer(1758 —1835), welcher, später unter Mitwirkung seiner Söhne,Rudolf (1788—1868), Johannes (1792 — 1856) und Fridolin(1802—1846) sein Geschäft in ansehnlichem Umfange betrieb, in-dem er den Absatz seiner Produkte vorwiegend im Toggenburg(Lichtensteig) und auf dem grossen Tüchermarkt von St. Gallensuchte und auch direkte Verbindungen mit Deutschland, speziellAugsburg, anbahn'te. Von Johannes H. werden wir im Abschnittüber die Druckerei weiteres hören.
In Beziehung auf Glarus selbst haben wir immerhin nochhervorzuheben, dass man hier die erste, wenn auch kleine, mecha-nische Baumwollspinnerei im Lande entstehen sah und zwarerfolgte die Gründung derselben durch zwei Enkel jenes Joh.Heinrich Streift, des Stifters unserer Druckindustrie, was mit fol-genden Ereignissen verknüpft war:
Der S.184 T.II erwähnte Joh. Heinrich Blumer, seit demTode seines Schwiegervaters im Besitz jener ersten glarnerischen
*) Von demjenigen der zugewanderten Familie Kundert berichten wirweiter unten.