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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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und Joachim Zweifel als Firma D. Wichser & Cie., zusammen-thaten. Da von denselben nur der zuletzt genannte, als ehe-maliger Angestellter in dem Geschäft des Herrn Heinrich Kunz,einige Fachkenntnisse besass, hatte diese kleine Spinnerei vonAnfang an mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Ihre Stellung ver-besserte sich nicht, als die Beteiligten 1867 dazu eine kleine Webereierwarben, welche Landrat J. J. Wichser zwei oder drei Jahre vor-her im „Sändli“ am rechten Ufer der Linth mit zirka 50 altenausrangierten Webstühlen eingerichtet hatte. 1879 gingen beideAnwesen an die benachbarte, soeben genannte Gross-Firma über.

Die industrielle Entwicklung in der Kirchgemeinde Betschwandenverfolgend, knüpfen wir zunächst an die Mitteilung von Seite 63T. I an, wonach Ratsherr Fridolin Hefti (1793—1854) und Steuer-vogt Heinrich Hefti (1790—1862) 1830/31 in Hätzingen als FirmaGebrüder Hefti eine kleine Wolltuchfabrik einrichteten. Die in derSpinnerei mechanisch gesponnenen Garne wurden in der Fabrikselbst auf etwa 17 Handwebstühlen zu reinem Wolltuch oder„Halblein“ (Leinenzettel und Wolleneinschlag) verwoben, und dieseGewebe dann meistens gewalkt, gefärbt und ausgerüstet. Danebenwurde auch Wollgarn an die kleine Wolltuchhand Weberei „HilariusGlarner“ (später „Glarner & Imboden“) in Glarus, sowie nach demKanton Zürich geliefert. Yon 1850 an vollzog sich nach und nachder Uebergang zur mechanischen Weberei; im soeben genanntenJahre errichtete die Firma eine Weberei in Rüti, anfänglich 54Handwebstühle für AVolle und 132 mechanische Stühle für ge-wöhnliche Baumwollgewebe umfassend. Da der zweitgenannteGründer keine Söhne hatte, ging das Geschäft in der Folge an die dreiSöhne des erstgenannten über, nämlich an Oberst Joh. HeinrichHefti-Trümpy (1819-1896), Schulvogt Joh. J akob Hefti-Elmer(1820-1878) und Ratsherr Frid. Hefti-Luchsinger (1824—1894).

1874 wurde die Gelegenheit wahrgenommen, ein naliegelegenesKonkurenzgeschäft zu erwerben. Die Gründung desselben war alsFirma Fridolin Knobel & Cie. im Jahr 1850 ausgegangen von Rats-herr Frid. Knobel, der in Norwegen einiges Vermögen gemacht.Ihm hatten sich A. Luchsinger von Schwanden, SpinnerbesitzerHil. Bäbler (S. 249) und Kaufmann Jakob Speich (später in Mitlödi)angeschlossen. Sie betrieben die vollständige Wolltuchfabrikation,erzielten aber keine Erfolge, wesshalb die Firma 1856 in Liquidation