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gebleicht zirka 60 cm breit. 1 ) Ob nun solche Stücke wirklichdie Hauptmasse der Produktion der zürcherischen Weberei undDruckerei ausmachten, oder ob daneben nicht auch sehr vielbreitere und dichtere Waren erzeugt wurden, bleibt daher eineoffene Frage.
Ueber die Lohnverhältnisse in den ersten zwei Dezenniendes XIX. Jahrhunderts können keine zuverlässigen Mitteilungengemacht werden, da unaufhörliche Schwankungen nicht nur beiden Preisen, sondern auch in Betreff der Arbeitsgelegenheiten statt-fanden. In den 1820er und 1830er Jahren betrug der täglicheVerdienst eines Handwebers im glarnerischen Mittellande und aufKerenzen nach übereinstimmender Meldung durchschnittlich 1 '/ 2heutige Franken, was bei den damaligen Lebensmittelpreisen undWohnungsverhältnissen einen recht auskömmlichen Betrag dar-stellte. Im Gross- und Kleinthal stieg er in den besten Jahrennicht über Fr. 1.20 bis Fr. 1.35; auch steht fest, dass im Jahr1836, um welche Zeit die Handweberei noch voll beschäftigt war,in den Löhnen schon eine erhebliche Verschlechterung eingetretenwar. Eine unten folgende, in einem alten Geschäftsbuche der FirmaBarth. Jenny & Cie. Vorgefundene Liste der Weblöhne per Stücknötigt nämlich zu dem Schlüsse, dass es damals die Weber inden genannten zwei Thalschaften täglich im Durchschnitt nichtüber 80—90 heutige Rappen brachten. Garnsieden, Zetteln undSpuhlen wurden stets besonders verrechnet und den Leuten in derRegel auch die nötigen Webstuhlgeschirre gratis geliefert. Fürdiese Vor- und Nebenarbeiten wurde in den Tücherberechnungenein Betrag eingestellt, welcher einem Drittel, in etwas spätererZeit ungefähr zwei Fünfteln des Weblohns gleichkam. Speziellbei der leichten Arbeit des Spuhlens verdienten die Leute täglich
•) Obschon die Annahme dieses Gebrauches jedenfalls auf den ton-angebenden englischen Exporthandel zurückzuführen ist, ist der Zusammen-hang nicht ganz klar, da die gerade Zahl von 30 Yards nicht genau auf die22*/j Stäbe stimmt und jene, roh 65 cm breiten Stücke gebleicht um eineKleinigkeit breiter als 5 / 8 Yards ausfielen. Im Glarnerland bezeichnete mansie in Uebereinstimmung mit den andern Breiten nicht mit „5/8“, sondernmit „6/4“; später ging man bei denselben im Eohmass von 24 auf 237*franz. Zoll zurück (vgl. S. 202 T. II).