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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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25—80 heutige Rappen. Verschiedenen schriftlichen Zeugnissenkonnte der Verf. entnehmen, dass die Weberei bei Eintritt vonsehr strenger Kälte wegen des Mangels an geeigneten Heizvorrich-tungen in vielen Arbeitsräumen zum Stillstand kam und dass imSommer während der Heuernte ebenfalls während einiger Wochenausgesetzt wurde. Rechnen wir dazu noch kleinere unfreiwilligePausen im Jahreslaufe, so kommen wir zu dem Schlüsse, dassdie Zahl der Arbeitstage eines Jahres bloss zwischen 200 — 240schwankte, wobei natürlich die tägliche Arbeitszeit, je nach deneingetroffenen Bestellungen, eine sehr wechselnde war. Die Be-rechnung auf S. 263 aus dem Jahr 1841, welche den Jahresver-verdienst von 2000 Handwebern auf 160,000 Glarnergulden undeines einzelnen demnach auf 80 fl. veranschlagt, beruht auf ähn-lichen Voraussetzungen. Je nachdem wir nun 200 oder 240 Arbeits-tage annehmen, kommen wir auf einen täglichen Lohn von 90oder 75 heutigen Rappen. Unter dem Druck der allüberall über-handnehmenden Maschinenweberei machte die Verschlechterungder Lage der Handweber in den Jahren 1841—1845 unaufhalt-same Fortschritte, so dass der Tagesverdienst derselben auf dastraurige Niveau von 50—60 Rappen sank. Um den Leuten diebittere Pille unmerklicher beizubringen, liess man den Weblohnper Stück ungefähr gleich bestehen, erhöhte aber fortwährend dieLänge derselben.

Wie auf S. 180 T. II ersichtlich ist und wie sich der Verf. ander Hand verschiedener, aus der zweiten Hälfte des XVIII. Jahr-hunderts stammender, auch nichtglarnerischer Druckmuster über-zeugen konnte, begnügte man sich in jener Zeit bei den gewöhn-lichen billigen Indiennes und Mouchoirs mit Geweben, welcheim Zettel 13—14 und im Schuss 10—12 Fäden auf 1 j i franz. Zollaufwiesen und wählte dann, um auf das gehörige Gewicht zukommen, das Garn in einer verhältnismässig schweren Nummer,nämlich zirka No. 20 engl. *) Der ausserordentlich billige Einstand

0 Das „Bull. Soc. Ind. de Mulhausen“ Heft 7 S. 93 Jahrg. 1829 enthältsogar die Meldung, im Eisass habe man „anfänglich“ d. h. in der zweitenHälfte des XVIII. Jahrhunderts aus Handgespinnst No. 7 ä 15 metrisch(= No. 8 ä 18 engl.) Baumwolltücher zu 30 ä 40 portees 3 /» aune breit ge-