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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Man beachte den sehr bedeutenden Rückgang in den Preisender rohen Tücher, welcher in der Periode von 1810—1821 undhinwieder in derjenigen von 1821/22 bis 1825 sich vollzog, imWesentlichen als eine Folge des fortgesetzt billigem Ein-stands des Maschinengarns, bei welchem besonders 1819 derAbschlag sturzweise erfolgte. In dem für den englischen Handelkritischen Jahre 1826 wichen die Tücherpreise, im Einklang mitder Baumwolle und den Garnen, gegenüber dem geschäftlichgünstigen Vorjahr, neuerdings um zirka 20 °/ 0 . Daraufhin folgteeine 10jährige Periode der Stabilität und geschäftlicher Prosperität.

1837—1849 war wieder eine Zeit fast fortgesetzter Rückgänge inden Preisen der Baumwolltücher, wobei die Ursache sowohl in i

der weichenden Tendenz der Garne als auch in dem raschen Auf.kommen des billiger produzierenden Maschinenwebstuhls lag.

Um 1825 liess die Firma Barth. Jenny & Cie. ihre Tücher nichtnur bei Frieclr. Streiff & Cie. in Mollis, Egidius Trümpy, GabrielTrümpy, Heinrich Brunner, Friedr. Staub & Cie., Frid. & Heinr.

Glarner älter, Matheus Glarner <& Heinrich Blumer in Glarus be-drucken, bezw. färben, sondern gab hin und wieder einige Postenfür Indiennesdruck auch an Louis Verdcm, pere et fils in Leslies und an Verdan freres in Grandchamp 1 ); in der Jahr-Rechnung von 1826/27 taucht als neue Druckfirma auf: GebrüderTrümpy in Ennenda, in derjenigen von 1828: Georg Karrer inMollis. 2

1826/27 stieg die Länge der gebräuchlichsten inländischen,nicht für Indiennes bestimmten Stücke von 40 auf 48 aunes(= 2 Druckstücke ä 24 aunes) und blieb so unverändert bis1833/34, um welche Zeit man anfing, nicht nur Doppelstücke von54, sondern auch solche von 81 aunes (= 3 Druckstücke ä 27)zu weben; 1835 hatten dieselben bereits 3 X 29 = 87 aunes und1844 gab es nur noch solche zu 3 X 40 = 120 aunes.

In den ersten zwei Dezennien des XIX. Jahrhunderts handeltees sich bei den Druckstücken grösstenteils um glatte Ware, wenn

b s. S. 96 T II.

2 ) s. S. 187 T. II