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10. Die gl arnerische Zeugdruckereiim XIX. Jahrhundert.
a) Die Periode von 1800 — 1820.
Wie alle andern Erwerbszweige, so wurde auch die Druck-Industrie von dem schrecklichen revolutionären Intermezzo umdie Wende des Jahrhunderts arg mitgenommen, während bis da-hin die öffentlichen und privaten Zustände des Landes Jahr-hunderte hindurch das Bild einer fast beispiellosen Stabilität ge-zeigt hatten. Nach den schon S. 184, 187 und 237 gemachtenMitteilungen kamen sowohl die älteste Fabrik als auch einigekleine Etablissemente jüngern Datums zum Stillstand. Diejenigenjedoch, welche ausharrten, sahen bald wieder bessere Zeiten, wasunter Anderm auch aus einigen unten folgenden Aktenstückenaus den Jahren 1810—1816 hervorgeht.
Folgendes sind die Neugründungen, welche in diesen Zeit-abschnitt fallen:
Daniel Freuler (1745—1816), ein Urenkel jenes S. 61 T. I er-wähnten Blaufärber Jakob Freuler, betrieb zu Anfang unseresJahrhunderts in Ennetbühls die kleine Färberei, die sich stets-fort vom Vater auf den Sohn vererbt hatte. 1806 fasste er zu-sammen mit seinem Sohn Joh. Jakob (1774—1809) den Entschluss,von der Uni-Färberei zur Druckerei überzugehen und kam (nachdem Tagwensprotokoll von Ennenda) bei der Gemeinde um Platzdafür ein, ein Druckereigebäude errichten zu können. Damitist die Inbetriebsetzung der Druckfabrik in Ennetbühls markiert,wenn auch die Entwicklung derselben im 2. und 3. Dezenniumgehemmt wurde, weil die Gründer starben, ehe ihr Enkel bezw.Sohn, der nachmalige Fabrikant Daniel Freuler (1806—1870)schon im Falle war die Nachfolge antreten zu können. Nebenetwas Krappware waren es hauptsächlich die einfachem Indigo-Druckartikel, welche diese Fabrik in jener ersten Zeit kultivierte. —