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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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liefen sich die Verkäufe dieses Hauses an gedruckten Waren überLugano beispielsweise im Jahr 1823 auf die für die damalige Zeitstattliche Summe von fl. 180,000.— und steigerten sich 1825 auffl. 207,000 (oder 13,000 bis 14,000 Stück ä 20 aunes in den ver-schiedenen Breiten, durchschnittlich zum Preise von fl. 15—16per Stück angenommen), fast alles Produkte der eigenen Hand-weberei und der mit ihnen in Verbindung stehenden glarnerischenWeberherren sowie der für sie fagonnierenden Druckfabrikanten,zum kleinen Teil auch etwas Konsignationsware zürcherischerTürkischrotfabriken.

In dieser Periode, da die meisten kontinentalen Staaten,welche die Baumwoll-Industrie zuvor mehr oder weniger ver-nachlässigt hatten, daran gingen, das Versäumte nachzuholen,haben sich Glarner in der Fremde namentlich bei der Ein-führung des Zeugdrucks in nicht unwichtigem Masse beteiligt.So war dies besonders in Russland der Fall, wo zwar (nachDr. R. Forrer) Einheimische von 1780 an in mehreren StädtenKattundruckereien errichtet hatten; dieselben waren jedoch in sehrprimitiver Weise betrieben worden und im französisch-russischenFeldzug von 1812 grösstenteils der Zerstörung anheim gefallen.Nach dem Friedensschluss von 1814 bemühte sich der russischeFinanzminister Graf Cancrin sehr, die Baumwollindustrie im Landeneu zu beleben und zu fördern, wobei sich nun ein FriedrichBietepage von Braunschweig und Michael Weber von Netstalnamentlich auszeichneten (nach dem Zeugnis v. Kurrer’s, welcherjedoch Weber irrtümlich als „Deutschen“ bezeichnet, währendseine übrigen Angaben mit den in Netstal direkt eingezogenenErkundigungen vollständig übereinstimmten). Michael Weber, geb-1777, der S. 36 T. I erwähnten grossen Handelsgesellschaft Weber,Aebli & Cie. angehörend, errichtete anfänglich in Wasili-Ostrow(St. Petersburg) eine kleine Kattundruckerei, (die später von einemConsul J. C. Plitt erworben und vergrössert wurde); 1814 bauteer dann auf^Rechnung der russischen Krone zu Schlüsselburg,ebenfalls in der Nähe von St. Petersburg, die erste WalzendruckereiRusslands, löste jedoch dieses Pachtverhältnis nach einigen Jahrenwieder auf und gründete 1817 in Zarewa bei Moskau eine eigene

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