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grosse Woll- und Baurawolldruckerei und -Färberei und in Moskauselbst eine Papiermühle. Die Fabrik in Zarewa, zur grössten ihrerArt in .Russland angewachsen, ging 1839 an eine Aktiengesell-schaft mit einem Kapital von Millionen Rubel Banco überund beschäftigte in jener Zeit 850 Personen an 350 Drucktischen,3 Walzendruckmaschinen, 26 Indigoküpen etc. und in der eigenenBleicherei und Ziegeibrennerei.
In den genannten Geschäften (sowie auch auf grossen Bauern-höfen, in Käsereien und Branntweinbrennereien) fanden und findennoch heute eine hübsche Anzahl Netstaler Bürger ihr gutes Aus-kommen als Leiter und Aufseher. 1 )
Eine andere Stätte, wo glarnerischer Gewerbefleiss sich zubethätigen suchte, war Genua. Dahin zog 2 ) um 1799 ein JohannesSpeich von Luchsingen und errichtete in dem benachbartenCornigliano eine kleine Baumwolldruckerei; während er selbstspäter nach Amerika auswanderte, ging die Fabrik an seine NeffenMichael (1774-1841), Joachim, (1778-1856) und Mathias (1781—1846),die Söhne des Steuervogt Joachim Speich-Speich von Luchsingen(1747-1834) über. Andreas , ein vierter Sohn desselben, war schon1793 in Genua gestorben; Joachim kehrte später wieder in die
’) Von solchen erwähnen wir beispielsweise Joh. Jakob Spälty „Russ-länder“ (1830—1895) in Tambow, welcher seinen Lebensabend wieder in seinerHeimatgemeinde zubrachte und letztere mit einem schönen Vermächtnis be-dachte. Zu den nach Russland auswandernden Netstalern gesellten sichspäter auch Bürger von Riedern, darunter ein Herr Consul Heer in MoskauBesitzer einer Liqueur-Destillation, sowie ein Herr Fritz Heer, Leiter einergrossen Käserei in W ologda im N Orden. Ein anderer, weithin bekannt gewordenerGlarner, Herr Bernhard Simon (ursprünglich Simmen) von Niederurnen (1816-1900)verdiente sich die ersten Sporen seiner Wirksamkeit als Architekt eben-falls in Russland, wobei ihm die Ernennung zum Mitglied der Akademie derschönen Künste zu Teil wurde. Zu Anfang der 1850er Jahre nach derSchweiz zurückgekehrt, bethätigte er sich durch grössere Bauten in St. Gallenund besonders in Glarus nach dem dort in der Nacht vom 10./11. Mai 1861stattgehabten grossen Brande. (Von ihm stammen die Pläne zur Kirche undzum Regierungsgebäude in Glarus, zum Kurhaus St. Moritz, Kurhaus Taraspu. s. w.) Seine ganze Energie und Originalität offenbarte er indessen von 1868an, als er die Thermen von Pfäffers und den „Hof Ragaz“ vom Staate inPacht nahm, den „Quellenhof" baute und Ragaz zu einem Weltkurort erhob..
*) Nach den von Herrn Pfarrer Schmidt in Luchsingen gefälligst an-gestellten Nachforschungen,