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Nachdem die S. 303 erwähnte Firma „Salomon Jenny & Söhne“in Triest durch die Nachwehen der Kriegs- und Teuerungsjahre, undzwar teils an, andern Handelshäusern gemachten Darlehen, teils imeigenen Geschäftsbetrieb (infolge sturzweiser Preisrückgänge derGetreidepreise von 1818 an), grosse Verluste erlitten hatte, löstesie sich mit dem Tode des Stifters auf. Der eine der Söhne,Melchior (1785—1863), fand finanzielle Hilfe bei seinem Schwieger-vater, Chorherr Samuel Schindler und dessen Söhnen Friedrichund Dietrich (S. 239 T. II) und da Melchior Jenny in seiner bis-herigen Thätigkeit mit den geschäftlichen Verhältnissen, wie sieein Großstaat bietet, vertraut geworden war und wohl infolgedessen von der industriellen Zukunft seiner Heimat keine günstigeMeinung hatte, kam die Firma Jenny & Schindler mit der Absichtzu Stande, in Oesterreich ein grösseres Fabrikationsgeschäft zugründen. Vorerst wurde 1825 in Hard bei Bregenz eine kleine,1815/16 durch David und Melchior Esslinger in Zürich (S. 125 T. II)als Filiale gebaute, aber inzwischen zum Stillstand gekommeneBaumwolldruckerei erworben und bedeutend vergrössert; daranschloss sich 1836 der Ankauf einer Wolldruckerei in Mittel-weierburg, welche 1795 von Samuel Vogel & Söhne aus Mülhausenerrichtet worden war; 1837 erfolgte sodann die Gründung einerBaumwollspinnerei in dem ebenfalls benachbarten Kennel-bach und 1853 diejenige einer mechanischen Weberei in Lieben-stein. Allen diesen Geschäften stand Melchior Jenny, welcherdas österreichische Staatsbürgerrecht erworben hatte, bis an seinLebensende in rastloser Thätigkeit vor. 1 )
') 1867/68 erfolgte eine teilweise Trennung der Geschäftszweige: Derkürzlich verstorbene Herr Samuel Jenny, einziger Sohn des Melchiors, über-nahm die noch heute florierende Baumwoll-Druckerei in Hard und HerrSamuel Schindler, Sohn des Dietrich, die Wolldruckerei in Mittelweierburg(welche jedoch 1880 geschlossen wurde), während die Weberei in Lieben-stein und die Spinnerei in Kennelbach vorläufig noch gemeinsam betriebenwurden; später gelangte dann erstere in den Besitz der Söhne von Land-ammann Dietrich Schindler und letztere 1872 unter der ursprünglichen FirmaJenny & Sihindler an die Herren Samuel Jenny, Wilhelm Schindler (Sohn vonHauptmann Friedrich) und Oberstlieut. Cosmus Jenny von Ennenda (Associöder Firma „Jenny & Cie.“, mütterlicherseits ein Neffe des mehrgenanntenMelchior Jenny). Dieses Geschäft, aus welchem Herr Samuel Jenny 1882