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(Eisass). Ein Onkel mütterlicherseits, der dort als Colorist ange-stellt war und den er aufsuchte, gab ihm bereitwillig verschiedeneRezepte und Auskünfte, so dass er schon im August nach Hausezurückkehren und als lTjähriger Jüngling an die Ausführung seinerPläne schreiten konnte. Er bewog seinen Bruder Joh. Balthasar(1802—1840), der ebenfalls einige Zeit als Drucker im Eisass zu-gebracht und wohl schon einige Ersparnisse gesammelt hatte, mit-zumachen, und so begannen die Beiden in provisorischen Lokali-täten (Stall und Gemeindewaschhaus) den Baumwolltücheldruckeinzurichten. Ihre Erstlingsprodukte setzten sie an Hausierer ab;gegen Ende des Jahres konnten sie jedoch schon als regelrechteFirma „Gebrüder Trümpy“ auftreten und Fagondrucke fürHandelsleute anfertigen (in Krapp, bezw. Blauholz gefärbte braune,rote und schwarze Aufdruckböden, ohne und mit Illumination,und etwas später gefärbte Ferrocyanblaue). — Im Oktober 1827erhielten sie von der Gemeinde Ennenda ein Wasserrecht, undunter unverdrossener Arbeit waren sie nach weitern drei Jahrenschon dazu gelangt, in ihrem Inventar zwei Fabrikgebäude, Farb-waren und Geräte im Gesamtwert von zirka fl. 20,000 aufführenzu können, woran sie allerdings einen Drittel schuldig waren anverschiedene Private, welche Zutrauen zu ihnen gewonnen hatten(darunter auch fl. 2100 an Fabrikant Egidius Trümpy, gewiss einschöner Zug von Weitherzigkeit, wie wir übrigens einen ähnlichenschon S. 186 T. II von Joh. Heinrich Streiff erwähnt haben). —Nun hatte sich das Handels- und Handwebereigeschäft Barth.Jenny & Cie. schon seit längerer Zeit 1 ) ebenfalls mit dem Gedankengetragen, eine eigene Druckfabrik einzurichten und sich 1827 pro-visorisch um ein Wasserrecht beworben. Im Geschäftsverkehrmit den Gebr. Trümpy erkannte jedoch der Chef der Firma dieKraftnatur und das Talent seines nachmaligen SchwiegersohnesJakob Trümpy und machte ihm daher 1830 den Yorschlag zurVereinigung beider Geschäfte, was mit Freuden angenommen wurde(Vertrag vom 6. Oktober dieses Jahres, wonach die Firma „Gebr.Trümpy“ erlosch; im Volksmund hiess allerdings die Fabrik auchfernerhin die „Trümpy’sche“ oder „in der Trümpy’ge“). Damithatte Fabrikant Jakob Trümpy Mittel, und Spielraum gewonnen,’) Vergl. S. 242 u. 315.