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lieh fliessenden und reinen Quellenbaches eine günstige war, soentsprachen dagegen die verfügbaren Mittel den Anforderungennicht, weshalb das Geschäft schon nach wenigen Jahren und inder Folge noch einige Male den Besitzer wechselte. 1 ) 1864 wurdees von Herrn Conrad Jenny-Dinner (8.326), welcher einigeZeit vorher aus der Firma Jenny & Cie. in Ennenda ausgetretenwar, in Pacht genommen; noch in demselben Jahre erwarb der-selbe jedoch Platz und Wasserrecht an der Linth in Ennenda,um mit seinem Schwager, Herrn Hauptmann Joh. FriedrichDinner „im Halten“ (geb. 1842), eine neue Druckfabrik unterder Firma Conrad Jenny & Cie. zu bauen, über deren Leistungenwir in einem spätem Abschnitt berichten werden. Herr Dinner,welcher die mechanisch-technische Abteilung des eidgen. Poly-technikums absolviert hatte, arbeitete sich rasch auch in das che-misch-koloristische Gebiet ein, so dass er nach wenigen Jahrendemselben mit Auszeichnung vorstehen konnte. — Auf Ende 1864ging auch das kleine Etablissement in Leuggelbach in feste Händed. h. an die noch heute bestehende Firma „Gallatin & Cie.“ (vonMollis) über, worauf wir noch zurückkommen.
Haben wir, um nicht nur lauter Lichtseiten und Erfolgewiederzuspiegeln, im Vorstehenden auch diejenigen Anläufe undBestrebungen nicht übergehen wollen, welche scheiterten oderwenigstens lange Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten,so müssen wir unter diesem Gesichtspunkt noch etwas ausführ-licher eines Mannes gedenken, welcher mit äusserster Zähigkeitdem beruflichen Ideal so manchen Glarners. „Fabrikant“ zu werden,zusteuerte, dessen industrielle Gründung jedoch ebenfalls, wenig-stens in unserm Kanton, keinen lange dauernden Bestand hatte,weil sie in eine Zeit fiel, wo es schon äusserst schwierig gewordenwar, mit wenig Mitteln und grosser Willenskraft die Konkurrenzder alten, bereits auf grossindustriellem Fuss arbeitenden Etablisse-mente auszuhalten. Es ist dies Herr Fabrikant Joh. Rudolf Beckervon Ennenda, zur Zeit im „Kellerhofe“ in Luzern. Derselbe hattedie Gefälligkeit, dem Verf. über sein Streben und seine Schicksaleeinige Aufzeichnungen zu überlassen, welche um so mehr der
*) Jenny wurde später Fabrikdirektor in Seebach (Kärnthen), wo er1868 starb.