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wie der Uebergang zur mechanischen Spinn- und Weberei inLuchsingen erfolgte, haben wir schon S. 238/39 gemeldet.Die Leitung des letztgenannten Etablissements besorgten nament-lich zwei Söhne des oben erwähnten Johannes Jenny, welchees dann im Jahr 1848 unter der neuen Firma Gebrüder Jenny fürihre Rechnung übernahmen und damit, nebst ihrem Yater, aus demStammgeschäft völlig ausschieden. — Unterdessen hatten die suc-cessive ins Geschäft tretenden Söhne der beiden verbleibendenAssocies im Stammhause P. Blumer & Jenny, vom Anfang der1830er Jahre an, eine erstaunlich vielseitige Thätigkeit entwickelt.Insbesondere Ratsherr Peter Jenny älter, 1800-1874, (von 1868bis 1872 Schweizerkonsul in Ancona) besass den Scharfblick undUnternehmungsgeist eines internationalen Grosskaufmanns undfand dabei durch Oberst Melchior Blumer, 1813—1870, undOberst Conrad Blumer-Tschudi, 1817-1882, (von 1872 bis 1878Konsul in Ancona) lebhafte Unterstützung. 1 ) In der Fabrikationwurde mit dem Druck indigoblauer und dampffärbiger „Indiennes“und „Meubles“ begonnen (und dafür später d.h. 1849 eineRouleaux-Druckmaschine angeschafft); gleichzeitig befasste man sich mit derErstellung von halbwollenen Bareges- (und später auch ganzwollenen)Kleiderstoffenundvonbaumwollenenilluminierten„Palmen-Chäles“;es scheint, dass dies die erste glarnerische Fabrik war, welche (schonvon 1829 an) solche 10 / 4 und 12 / 4 breiten Chäles mit angeknüpftenWollfransen, versah. Für die 1830er Jahre ist als weitererwichtiger Artikel von Jenny & Blumer das Färben und Aetzenvon Türkischrot zu nennen; dann von 1840 an die Fabrikationder Yasmas, die im Verlauf einiger Jahre bedeutendere Dimen-sionen annahm.
') Während Herr Oonraä Blumer sich fast ausschliesslich dem Ge-schäfte widmete, war Herr Peter Jenny älter daneben ein eifriger Politiker(konservativer Färbung). Wie derselbe in jenem eine führende Stellung ein-nahm, so soll er auch im öffentlichen Leben nicht gern Widerspruch geduldethaben; zum wirtschaftlichen Aufschwung Schwandens hat er sehr viel bei-getragen und daneben lag ihm, wie wir schon S. 295 gesehen, auch die Heb-ung des damals sehr armen Sernfthals am Herzen; ebenso energisch arbeiteteer in offizieller Stellung, im Verein mit Dr. J. .T. Blumer, am Zustandekommender ersten glarnerischen Eisenbahn Glarus-Weesen.