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Schwanden gebraucht den Ausdruck, es sei 1793 Holz zu einer„Fabrike“ gegeben worden). 1797 verkaufte er diesen Neubau anRatsherr und Kirchmeier Caspar Buhler, Ratsherr Joh. HeinrichKundert, Leonhard Tschudi und Leutenant Samuel Kundert; spätergelangte das Anwesen in den alleinigen Besitz des Erstgenannten,welcher in den zwei Gebäuden zu Anfang der 1820er Jahre eineDruckerei indigoblauer Indiennes einrichtete, bis dann obiger Verkaufzu Stande kam. 1 ) Mit Eröffnung der eigenen Fabrik (Februar 1828)führte man nun über das Handelsgeschäft und die Hand-weberei einerseits und die Druckerei anderseits getrennte Rech-nung, indem die Druckerei unter der Firma Jenny & Blumer imLohn für das Stammgeschäft P. Blumer & Jenny arbeitete. 2 ) Wieletzteres die Baumwoll-HandWeberei auch fabrikmässig betrieb und
*) Der Verkäufer, Kirchmeier Bühler, war inzwischen in nahe verwandt-schaftliche Beziehungen zu einzelnen Gliedern der Firma P.B. & J. gekommen,da seine Enkelin Verena Tschudi (Tochter von Kaufmann Abraham Tschudi-Bühler z. roten Haus) sich 1823 mit Ratsherr Peter Jenny älter, Sohn desFelix, verheiratet hatte; ihre Schwester Henriette (t 1899) verehelichte sich1840 mit Conrad Blumer, Sohn des Peter Blumer-Ott.
ä ) Nach und nach gelangte das gesamte ehemals Jesaias Blumer’scheAreal in den Besitz der Firma P. Bl. & J. 1854 und 1856 kaufte sie dieSägen von JSsajas bezw. Samuel Blumer. Um diese Zeit standen die benach-barten, S. 22 T. I erwähnten zwei Getreidemühlen im Besitz von JoachimZopf (1821—1889), während dessen Schwager, Hauptmann Joh. Aebli, danebeneine dritte errichtete. 1859 zog letzterer nach Glarus und erbaute die dortige„Stadtmühle“, während Herr Zopfi nun alle drei in eine einzige Mühleumbaute. 1868 verkaufte er dieselbe jedoch an Müller Paulus Hefti und zognach Ranic a bei Bergamo, wo er unter der Firma „Gioachino Zopfi“, alserste glarnerische Gründung dieser Art in Italien, den Bau einer Baumwoll-spinnerei (später auch Weberei) unternahm. Die Mühle in Schwanden wurde1873 ein Raub der Flammen, infolge dessen Hefti die Liegenschaft an dieHerren P. Blumer & Jenny verkaufte, die damit alleinige Eigentümer allerdortigen Wasserrechte an der Linth wurden. — Tabakhändler Samuel Zopfi(1828—1888), Bruder des soeben erwähnten Joachim, baute 1867 unter derFirma „Zopfi & Cie.“ eine grosse Getreidemühle in Redona bei Bergamo,nach seine m Tode stand das Geschäft unter derLeitung seines SchwiegersohnesHerrn Giäcomo Trümpy von Schwanden, welcher es 1899 in die Aktiengesell-schaft „Molini Zopfi“ umwandelte; schon mehrere Jahre früher hatte HerrTrümpy in Ponte di Nossa im Serio-Thale eine Baumwollenmanufaktur,umfassend Spinnerei, Weberei, Bleicherei, Färberei und Druckerei, gegründet,welche seither als Aktiengesellschaft „Cotonificio Bergamasco“ betrieben wird.