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zeichnete sich während längerer Zeit das Hans Egidius Trümpyin Glarus aus 1 ); in den Indigo-Genres stand dagegen in den erstenDezennien des XIX. Jahrhunderts die Firma Friedrich Streiff& Cie. in Mollis obenan, und da wir die Entwicklung derselbenS. 186 verlassen haben, tragen wir hiemit Folgendes nach: Nacheinem noch erhaltenen Fakturabuch fagonnierte sie von 1821—1885jährlich 3000—7000, im Durchschnitt 4500 Stück ä 20 aunes fürglarnerische und etwas weniges auch für auswärtige Handelsleute.Indem für das Jahr 1821, welches die Korrespondenzen als ein fin-den Absatz sehr günstiges schildern, die Zahl der in Mollis ge-druckten Stücke auf 6128 angegeben wird, lässt sich daraus einBild von dem noch bescheidenen Umfang der damaligen Produktiongewinnen. Nehmen wir nämlich die Zahl der aus der EgidiusTrümpy’schen Fabrik hervorgegangenen Stücke als ebenso grossund diejenige der sechs andern, viel kleinern Etablissemente alsje halb so gross an, so kommen wir auf eine jährliche Gesamt-produktion von 30,000 Stück ä 20 aunes, was zu fl. 18—20 perStück einen Gesamt-Verkaufswert von fl. 540,000 bis fl. 600,000darstellt. Im Verfluss der folgenden 20—25 Jahre vermochte sichdie Produktion auf das 10—12fache zu steigern, wobei die Periodevon 1830/36 als der Höhepunkt der Konjunktur erscheint. Dassdabei gleichwohl nicht alles glatt ablief, lässt sich aus der That-sache ableiten, dass 1845 der durchschnittliche Verkaufswert einesgleich grossen bedruckten Stückes nur noch fl. 8—10 betrug; frei-lich lag die Ursache davon hauptsächlich im Abschlag der rohenBaumwolltücher 2 ) und es erscheinen daneben die eingetretene Ver-ringerung des Unternehmergewinns und Vereinfachungen und Ver-besserungen in der Fabrikation erst als Faktoren zweiten Ranges.
Gegen das Jahr 1820 nahm Hauptmann Joh. Streiff, da-maliger Inhaber der Firma Friedrich Streiff & Cie. den 1815/16 inEngland geschaffenen, verhältnismässig leicht zu erstellenden Ar-tikel JFateHooaufundarbeitetedarin eineAnzahlJahreinMouchoirs-
‘) Dasselbe war, soweit dem Verf. bekannt, auch das einzige, welchesin den 1820er Jahren Möbelstoffe unter Anwendung der Irisfarben-Druck-manier (S. 224) herstellte. .
2 ) Ygl. oben S 272.