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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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und Indiennes-Mustern sehr stark und zu lohnenden Preisen. Manunterschied „Waterloo einfach“, bei welchen in das reservierteWeiss der in der Indigoküpe dunkelblau gefärbten Tücher nach-träglich Tafelgelb und manchmal auch Tafelgrün („Apfelgrün“)eingepasst wurde, und „Waterloo mit Rot“, bei welchen zudiesen Farben noch Tafelrot trat und anstatt des direkten Grünauch wohl Hell-Indigo oder Tafel-Pariserblau, welche dann stellen-weise durch das Tafelgelb in Grün sich verwandelten. 1 ) (Hachgewissen Gegenden blieben die „Waterloo einfach“, von ver-schiedenen andern Fabriken und zum Teil unter neuen Namenerstellt, fast bis in die Gegenwart verkäuflich). Um auch die-jenigen Abnehmer zu befriedigen, denen die ächten Indigo-Waterloo zu teuer waren, fabrizierte man nicht lange darnachin den gleichen stylisierten Blumendessins als etwas billigem,aber weniger soliden Abklatsch die „Neu-Waterloo“, indemman die Tücher mit Thonerde-Mordants beizte, ätzte, in einer be-schränkten Menge Blauholzabsud färbte und die erhaltenen etwasdüstern Grosbleu-Böden wie die ächten Waterloo illuminierte-schon nach 8—10 Jahren verlor sich jedoch der Verkauf der „Neu-Waterloo“ gänzlich wieder. — Auch in den mit Weiss, Schwarz,Lila und andern Tafelfarben geätzten Chromgelb- und Chrom-orange-Artikeln (Genre Daniel Köchlin, S. 212) und in der Berlin er-blau - Färberei (S. 208) waren Herr Jöh . Streiff und sein Kolorist HarnetGerig frühzeitig d. h. im Laufe von 1830 auf dem Platze. ErstereGenres hatten Herr Heinrich Brunner und sein Kolorist Joh. MichaelGerig (S. 300) allerdings schon etwa 2 Jahre früher geliefert und vonletztgenannter Fabrikation kannte man damals folgende Variationen:1. Die „Neublau mit Weiss“ nach der Aufdruckmanier, beste-hend im Druck verdickter Eisenbeize und Ausfärben in Ferrocyan-säure; 2. diesog. „Chäles Kaliblau illuminiert“, ebensolches Ver-fahren und Illuminiren der weissen Blumen und Palmen mittelstTafelfarben und 3. die sog. „Kaliblau mit Weiss“, Grundierender Stücke in geeigneten eisenhaltigen Beizen, Aetzen derselben

*) Es mag hier daran erinnert werden, dass nach 8. 182 ähnlichfabrizierte Genres, jedoch in ganz andern Mustern und gewöhnlich je mitnur einer Illuminationsfarbe versehen, schon in den 1770er Jahren in Glaruserstellt wurden.

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