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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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in feinen Strich-, Tupfen- und Blumendessins, Ausfärben in Ferrocyan-säure und Ueberführen der erzielten blauen Farbe in eine sehrdunkle, dem Indigo ähnliche Nüance durch Behandeln mit ver-dünntem Ammoniak. Einen andern hübschen Artikel erstellte mandurch Beizen der Stücke in Eisen-Nankin und Bedrucken mitweissen und bunten, ätzenden Tafelfarben. Einen breiten Raum inder Fabrikation nahmen sodann verschiedene Färbartikel eind. h. gefärbte und eventuell illuminierte rote, schwarze,dunkelbraune, krapprote, olive und zimmtbraune Gründeteils in der Aetzmanier und teils in der längst bekannten undbewährten Aufdruckmanier 1 ) fabriziert. Nach letzterm Verfahren,erstellt, fanden sich unter den Druckmustern der Firma HeinrichBrunner aus der Zeit um 1840 einige in Mustern und Farben her-vorragend schöne Sachen, z. B. krappbraune Schürzen mit 4—Tafelfarben reich illuminiert, ferner mit Quercitron unter Zusatzvon etwas Krapp gefärbte Foulards, welche je nach den ver-wendeten Beizenfarben neben einander schwarze, olive und rot-orange Töne aufwiesen und noch mit Tafelblau ausgeschmücktwaren, ein Genre, welcher ursprünglich aus England stammte-.Nachdem sich schon früher einzelne Glarner Firmen darauf ver-legt hatten, glatte Baumwolltücher solid ganzschwarz zufärben, ging man um 1830 dazu über, 8/4 und 10/4 Croise-Tücherebenso zu behandeln und mit Wo 11fransen zu versehen; dieserArtikel, welcher sich in kleinen Posten in der Schweiz und anverschiedenen andern Orte verkaufte, blieb am längsten (überTriest) nach Montenegro und benachbarten Gebieten gangbar. —Die mit weissen und bunten Aetzfarben bedruckten Fonds „Bistre“(Manganbraun, S. 211), welche im Eisass bis zum Jahr 1815 zu-rückgehen, fanden hierzulande um 1833 Eingang, spielten jedochkeine grosse Rolle. Mit dem effektvollen, aber schwierigen Artikelvon Walter Grum (dunkelste Indigoblauboden mit reserviertemund dann gefärbten Chromgelb und Chromorange, S. 212 u.323) verdiente sich Fabrikant Jakob Trümpy, in Firma Barth. Jenny& Oie., durch schöne Reüssite die ersten Sporen. Noch grössere-Bedeutung erlangte der ebenso heikle und in der Fabrikation noch

*) Vgl. S. 104, 105, 189-192.

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