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seinen frühem, inzwischen vielfach unterbrochenen Verkehr mitItalien wieder aufzunehmen und streckte vermittelst des ita-lienischen Zwischenhandels auch seine Fühler nach dem Orienteaus, indem es einige Genres speziell im dortigen Geschmacke, nachtürkischen und persischen, farbig gewobenen Woll- und Seiden-stoffen und andern Originalien, auf Baumwolle in Handdruck schuf.Es waren dies die „Orientalen“ (in etwas abweichender Ausfüh-rung auch Bengalinen genannt) und die „Palmen“. Ersterezeigten stylisierte Blumen und Blätter, z. T. mit geometrischenOrnamenten verbunden; bei den letztem herrschten die Palmenund Palmetten vor 1 ); alle diese Motive präsentierten sich baldvereinzelt, bald zu Bouquets oder Guirlanden und bald, namentlichbei den Indiennes, zu „Colonnen“ verbunden. Wie der Verf. sichbei der Durchsicht eines alten Mülhauser Receptenschatzes über-zeugte, enthielten diese anfänglich nur mit Tafel-, dann auchmit Dampffarben auf glattem und croisiertem Gewebe, sowohlals lange als auch als abgepasste Ware gedruckten Neuheiten,neben Schwarz oder Dunkelbraun als „Vordruck“, 4—5 Rentrier-farben (Blau oder Grün, Lila, Gelb oder Orange, Amarantrot in1 oder 2 Abstufungen; Grün oder Oliv erzeugte man oft auchdurch Uebereinanderfallen von Gelb und Blau.) Die Böden bliebenweiss oder waren in verschiedenen hellen und dunkeln Farbenausgeführt; auch hellgraue, mit Galläpfelabsud und Eisenvitriolvorgefärbte Gründe kamen ziemlich frühzeitig vor. Diese imVerhältnis zu ihrer Farbenzahl sehr billigen Tücher wurden inRouen, in der Schweiz u.s.w. nachgeahmt, fanden auch im Abend-lande einige Zeit guten Absatz, kamen hier dann wegen ihrer un-genügenden Aechtheit in Misskredit, blieben dagegen im OrientJahrzehnte lang (in teilweise veränderter Form) verkäuflich. Ab-gesehen von einigen frühem Versuchen (S. 183 Z. 2 v. u.) lässtsich von 1821 an im Glarnerland die Entstehung oder Einführungbödig er Tafeldruck-Artikel mit anfänglich 3—4 Farben feststellenund unter verschiedenen Namen verfolgen. 1828 erhielten sodanndie Glarner Handelsleute von Triest aus wiederholt Nachfrage nach
') Welch’ grosse Rolle letztere Motive damals in der Türkischrot- undin der Lapisdruckerei sowie in dem beginnenden Wolidruck spielten, habenwir schon S. 170, 220 und 224 erörtert.