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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Mit den in Garancine zu färbenden Beizendrucken (Schwarz, Rot,Braun und event. Lila) war häufig auch der Katechu (S. 210)als Rentrüre oder als Bodenfarbe kombiniert; auch wurde demFärbebad zuweilen Curcuma zugesetzt und so die weissen Stellenhellgelb angefarbt („Uso Rouen mit Strohgelb“); später gelangteman dazu, auch noch Tafel- oder Dampffarben, namentlich Orangeoder Grün, auch Blau und Aschgrau, einzupassen und so unterverschiedenen Namen neue Variationen zu schaffen. Der Druckder Beizenfarben geschah anfänglich vorzugsweise von Hand, späterin verschiedenen Fabriken, soweit die Indiennes in Betracht kamen,auch aufRouleaux und Perrotinen; das Einpassen der Illuminationkonnte natürlich nur von Hand erfolgen. Der grosse Beifall, dendiese Artikel fanden, bewirkte, dass solche in Mülhausen und inder Schweiz ebenfalls aufgenommen wurden. Im Glarnerland ge-schah dies (von zirka 1846 an) nur, soweit es sich um Mouchoirs-Genres handelte; dagegen gestaltete sich in diesen der Verschleissnach Italien und später nach überseeischen Ländern währendlängerer Zeit zu einem sehr bedeutenden. Eine Spezialität imRahmen dieser Fabrikation waren die von Barth. Jenny & Cie. undJenny & Cie. erstellten „Tricoloren-Tücher“, welche 1847/49 inOberitalien starken Absatz fanden, rote und braune Böden in patrio-tischen Dessins mit die Einheit Italiens verherrlichenden Inschriften,zugleich mit Dampfgrün illuminiert und so die italienischenNationalfarben aufweisend. Uebrigens ist hier nachzutragen, dassschon von 1842/43 an die Garancine auch in allen altern be-züglichen Artikeln an die Stelle des Krapps trat, so bei den Lapis,bei den gewöhnlichen Krapptücheln mit Weiss oder mit nach-träglich eingepasstem Eisen-Nankin, bei den Uso Tela, Uso Salerno-Uso Merinos, Aetzbraun, Chäles Braunböden illuminiert u. s. w.Auch liess sich die Garancine sehr wohl einen erheblichen Prozent-satz billigerer Surrogate (Rotholz und Quercitronrinde) gefallen;solche hatte man (ausser dem unentbehrlichen Sumach, vgl. S. 53 T. II)allerdings auch dem Krapp schon seit einiger Zeit in kleinern Mengenzuzusetzen versucht, sei es in natura oder in Form von zuvor be-reiteten Absuden. Wie rasch der Uebergang zur Garancine vor sichging, erhellt beispielsweise daraus, dass bei der Inventaraufnahmeder Firma Barth. Jenny&Cie. von Ende Januar 1844 bereits 34 Fässer

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