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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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sehr schwierig auszuhalten war, teils weil dieselben schon damalsin starkem Masse vom Rouleaux-Druck Gebrauch machten, teilswegen der grossen Ansprüche der Kundsame im Wechsel derMuster, in der Ausrüstung u. s. w. Von Glarner Fabriken hattenin jener Zeit nur die Firmen Egidius Trümpy und Jenny & Blumerje eine einhändige Rouleaumaschine, womit sie Indiennes undMeubles in Dampf- und in Krappfarben druckten, auch wohlHanddruckware mit feinen Ueberdrücken überwalzten. Das zu-letzt genannte Haus befasste sich, wie schon S. 340 erwähnt, eineZeit lang damit, im Hand- und Rouleaux-Druck auch leichte halb-und ganzwollene Kleiderstoffe zu erzeugen. Bei den übrigenFabriken waren es fast einzig die Türkischrot- und die Indigo-Artikel, von welchen ansehnliche Posten als Handdruck-In di e n n e sAbsatz fanden, da bei denselben der Rouleaux-Druck mit gewissenSchwierigkeiten zu kämpfen hatte. — Wenn auch die Mehrzahlder im Vorstehenden genannten Druckartikel nicht hierzulande„erfunden“ worden sind, so liessen es sich die Glarner Fabrikantendoch angelegen sein, sie weiter auszubilden, für sie neue Absatz-gebiete aufzustöbern und sie denselben in Qualität, Grösse, Musternund Farbenstellungen anzupassen. Abgesehen von einzelnen epoche-machenden Erfindungen und Entdeckungen gehört im übrigen dieKolorie zu denjenigen Gebieten der angewandten Technik, aufdenen der Nachfolger meistens mehr oder weniger auf der Arbeitseines Vorgängers auf baut und wo es oft lediglich darauf ankommt,neue von der Wissenschaft gelieferte Hilfsmittel den alten Verfahrenaufzupfropfen, um dieselben von Neuem fruchtbringend zu machen.

Einen Einblick in die Preisbewegung der fertigen Druckwarenim Zeiträume von 1820—1850 geben die folgenden Tabellen, wo-bei zum Verständnis derselben die Angaben über die Rohtücherauf S. 271 u. ff. beigezogen werden müssen. Trotz der dabei zuTage tretenden fortgesetzten Abschläge war die Lage der glarne-rischen Baumwolldruckerei in der Periode von 1820—1837 durch-schnittlich eine günstige; erstere finden ihre Erklärung teils indem von 1820—1826 sehr starken Rückgang der Rohtücherpreise(vgl. S. 272), teils aber auch in dem Umstand, dass sich neuepassende Artikel anfänglich mit ganz bedeutendem Gewinn ver-