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welche sie sie senden, — Sira, Smyrna und Konstantinopel —,von ziemlichem Konsum geworden“. Spätestens zu Anfang der1830er Jahre tauchten die ersten im Abendlande auf mittel-feiner Mousseline (gewöhnlich Mi-doubles oder Jaconas, englischJaconet genannt) gedruckten Frauenturbane auf, indem armeni-sche Händler solche in Wien in einzelnen der dortigen kleinenDruckereien im Lohn erstellen Hessen oder selbst solche Betriebeeinrichteten. 1 ) Dieser neue Artikel gewann jedoch in jener Stadtkeine grosse Ausdehnung und wird weder von Dr. v. Kurrer (1840)noch von den „Beiträgen zur Geschichte der Gewerbe und Erfin-dungen Oesterreichs (1873) erwähnt; auch melden einige Jahrespäter glarnerische Korrespondenzen, die Ausführung der GlarnerYasmas befriedige die Kunden viel besser als diejenige der bisjetzt von Wien bezogenen. Nach „Industrie und Handel des.Kantons St. Gallen“ von Dr. H. Wartmann (St. Gallen 1875) wärees das St. Gallische Haus Gonzenbach gewesen, welches zirka1835 die ersten schweizerischen Yasmas im Orient eingeführthätte; nach S. 128, Bd. III von „Die Schweiz im XIX. Jahrhundert“(Schmid & Franke in Bern und F. Payot in Lausanne, 1900) istjedoch, derselbe geehrte Autor damit einverstanden, die Prioritäthiefür dem Handelshause „Luchsinger & Streiff“ in Glarus zu-zuerkennen. 1 ) Das genaue Studium der Geschäftskorrespondenz
') Der S. 371 genannte Mülhauser Rezept-enschatz enthält unterm Jahr1832 die Notiz, dass die darin für die „Palmen“ und „Orientalen“ verzeichnetenFarben auch für „Mousselines“ Geltung hätten; es bleibt indessen unent-schieden, ob damit nur lange oder auch abgepasste Mousselines gemeint undob solche für den Orient bestimmt waren, worüber wohl Mülhauser Geschäfts-bücher Aufschluss geben könnten; im bejahenden Fall dürften die Elsässerden Wienern noch vorangegangen sein, jedoch den Artikel, wie so manchenHanddruckgenre, bald wieder aufgegeben haben. Im Bull. Soc. Ind. de MulhouseS. 104, Heft Nr. 7, Jahrgang 1828 finden sich unter den Produkten des HausesNicolas Koechlin et fröres auch „Turbane“ erwähnt, worunter eben höchstwahrscheinlich solche Frauenturbane auf Mousseline-Tuch zu verstehen sind.
2 ) Hinwieder ist zuzugeben, dass bei den mit dem Orient angeknüpften,,damals schon ziemlich regen Verbindungen und angesichts der tastendenVersuche der Wiener Drucker die Anhandnahme jenes Artikels an mehrerenOrten der Schweiz gleichsam in der Luft liegen mochte; so soll schon etwas,vor 1835 J. F. Güster , später Aktuar des st. gallischen kaufmännischen Direk-toriums, in der kleinen Druckerei Kölliker in Arbon türkische Kopftücherhaben anfertigen lassen, jedoch ohne dass die Sache zu nachhaltiger Bedeu-tung gelangt wäre.