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zum Yasmasdruck über). Die in Mollis erzielte Reüssite war sozufriedenstellend, dass Luchsinger & Streiff dahin beispielsweisevom Juli bis Dezember 1835 nicht weniger als 458 Stück 10/4Midoubles ä 16 aunes in Arbeit gaben (daneben im Jahreslaufemehrere hundert Stück an Heinrich Brunner). Die fertige Wareverkauften sie anfänglich an in Triest etablierte griechische Ge-schäftshäuser, die Gacadia, Vecco, Ziffo, Cappozzai und wie sie allehiessen und auch an griechische Händler, welche von Smyrna ausTriest besuchten.
Die anfänglichen Namen Uso Turchia oder Uso Gonstantinopoliverschwanden bald, da die Türken, Araber und Griechen dieseKopftücher, genau wie die einheimischen mit bunten Farben be-malten, als Yasmas oder Kalemkiar bezeichneten; nur dass manvon da an den ächt-orientalischen das Adjektiv „Yerli“ (zudeutsch: einheimisch) beifügte. Sie wurden und werden, wie schonoben bemerkt, nicht nur von der muhamedanischen, sondern eben-sowohl, wenn auch in etwas anderer Weise von den christlichenBewohnerinnen der asiatischen und europäischen Türkei mit Vor-liebe getragen; die Serben nennen die 1 Meter und darüber breiten,feinen hellbödigen Frauenkopftücher in ihren nationalen Mustern„Schamien“ (Einzahl: Schamija), die Bulgaren die ihrigen„Yeschil Kenar“ (zu deutsch: Grünrand) und in Rumänienheissen sie Testemeis; die Arbeiterschaft des Glarnerlandeshingegen gab den Yasmas und verwandten Genres die seitherlandläufig gebliebene Bezeichnung Tiirkenkappen.
Es konnte nicht fehlen, dass die Konkurrenz schon nach wenigenMonaten seines Bestehens auf den Artikel aufmerksam wurde;namentlich bemühte sich das in Smyrna ansässige st. gallischeHaus Gebrüder Scheitlin den Artikel von Luchsinger & Streiff,mit welchen sie in andern Manufakturen verkehrten, zu erhalten;dieselben gingen jedoch darauf nicht ein, indem sie fürchteten,denselben bei dem erhöhten Umsatz einen zu grossen Kredit ge-währen zu müssen. Gebr. Scheitlin in Smyrna und ihr in Triestetablierter Verwandter Georg Scheitlin wandten sich dann an dasHaus Gonzenbach in St. Gallen, worauf derselbe die Uso Con-stantinopoli zuerst im Kanton Zürich und bald darauf direkt in derFabrik von Herrn Heinrich Brunner in Glarus anfertigen liess.