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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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422
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rischer und anderer Manufakturen betrieb, dann auch den ArtikelEisen aufnahm und den Export von Seiden-Cocons aus Bul-garien und dem ungarischen Banat vermittelte. Günstige Kon-junkturen setzten ihn in Stand, den Umsatz in Roheisen, T-Balken,Blechen u. dergl. auf eine sehr bedeutende Höhe zu bringen undüberhaupt dieses Geschäft — als einer der ersten in Rumänienund den angrenzenden türkischen Ländern — ganz auf der in denwestlichen Kulturstaaten eingeführten Basis zu organisieren. ZumGrosskaufmann geworden, begann er Ende der 1870er Jahre dieVerfrachtung ganzer Dampferladungen von indischem Reis nachEuropa; auch beteiligte er sich später bei einer Spiritusbrennereiin Bakau und bei einer Stärkefabrik und bewirtschaftete in Ver-bindung damit bedeutende Güterkomplexe. Im Jahr 1877 siedelteer nach Wien über, indem er zwar noch immer seinen Unter-nehmungen in Rumänien einen mehrmonatlichen Aufenthalt wid-mete, die Besorgung derselben jedoch nach und nach den von ihmherangezogenen Mitarbeitern, meistens Schweizern, übertrug. InWien und in Galatz zählte er zu den angesehensten Gliedern derSchweizerkolonie und zwar nicht nur wegen seines Reichtums,,sondern mehr noch wegen seiner trefflichen Charaktereigenschaften;er starb am 5. Mai 1899. — Anschliessend erwähnen wir noch,dass Herr Jean Staub (Bruder des S. 284 erwähnten AdvokatJosua Staub) als junger Mann eine Anstellung in dem HauseJacques Brunner in Galatz erhielt, sich 1865 jedoch selbständigin Bukarest etablierte, seither die Einfuhr von Roheisen undandern Metallen, sowie von Manufakturen auf eigene Rechnungals Grossist betreibt und schon längst die Stelle eines schweize-rischen Generalkonsuls bekleidet.

Die Druckfabrik Blum er & Tschudi auf dem Hohlensteinbei Glarus verkehrte mit dem Orient hauptsächlich durch HerrnFriedrich Imhoof-Hotze (1807—1894) in Winterthur, was uns ver-anlasst, der Verdienste dieses Mannes um den Artikel Yasmas unddie glarnerische Druckerei überhaupt zu gedenken. Derselbe kamnämlich 1 ) als junger Kaufmann 1830 in das Handelshaus Hulka

’) Nach „Winterthur in Wort und Bild' 1 von Alex. Isler (Winterhur1895), sowie nach einigen dem Verf. zur Verfügung gestellten Notizen.