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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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in Konstantinopei, erlangte hier nach kurzer Zeit durch seineTalente und seinen Charakter die Prokura und benutzte diesenAufenthalt vorzugsweise dazu, schweizerische Fabrikanten mit derTürkei (Konstantinopel und Smyrna) in Verbindung zu bringen.Dies war beispielsweise mit dem Hause Egidius Trümpy in Glarusder Fall, welches zur Befestigung dieser Relation einen HerrnZweifel als Repräsentanten nach Konstantinopel sandte. Gemein-schaftlich mit demselben kehrte Herr Imhoof 1832 über Salonich,Belgrad, Pest und Wien nach der Schweiz zurück und trat nunin das Handelsgeschäft seines Vaters, das bis dahin hauptsäch-lich im Ein- und Verkauf baumwollener Rohtücher bestanden hatteund das er nun in ein grosses Exportgeschäft von Glarner Druck-waren, Toggenburger Buntgeweben und andern St. Galler Artikelnnach der Levante und auch nach Italien umwandelte. Es scheint,dass ihm schon bei seinem ersten Aufenthalt in Konstantinopeldie ersten Fabrikate der Wiener Drucker als Nachahmungen derorientalischen Yasmas zu Gesicht gekommen sind, und als dieErstellung von solchen sich auch in der Schweiz Bahn brach, warer (dicht hinter der Firma Luchsinger & Streift in Glarus, Gonzen-bach in St. Gallen) als einer der ersten auf dem Platze, die Ent-wicklung dieses Artikels nach Kräften zu fördern. Jahre langbeschäftigte er von dieser Zeit an in Winterthur einen geschicktenZeichner Namens Heer, welcher nach Originalien und nach seinenAngaben den Glarner Fabrikanten passende Yasmas-Muster zuentwerfen hatte. Als 1840 sein Vater starb, wurde er Chef derneuen Firma F. Imhoof & Cie., begab sich noch in demselbenJahre auf eine längere Reise nach Syrien und Aegypten und tratnach seiner Rückkehr in ein enges Verhältnis zu den HerrenBlumer <& Tschudi, indem er ihnen eine Kommandite zur Ver-fügung stellte, während sie nun bis um 1870 fast ausschliesslichfür ihn in Yasmas und indigoblauen Mouchoirs und später auchin Batticks ä fa^on arbeiteten. Für den letztgenannten Artikelhatte er schon 1852 direkte Verbindungen mit Java gesucht undgefunden. Die buntgewobenen Tücher, in welchen er in derLevante und in Indien ebenfalls einen grossen Verschleiss hatte,bezog er zum Teil von toggenburgischen Webereien, zum andernTeil erstellte er sie von 1841 an in einer eigenen Fabrik in