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St. Gallen, welche 1852 in das ehemalige Kloster Fischingenund später nach Rorbas-Freienstein verlegt wurde. Als diesesgrossartige Handels- und Fabrikationsgeschäft mit KommanditenInSingapore, Beirut, Smyrna, Konstantinopel, London und MarseilleMitte der 1860er Jahre auf dem Höhepunkt stand, erblindete dergrosse Baumeister, und da sein Sohn, Herr Dr. Imhoof-Blumer,eine unwiderstehliche Neigung zur Wissenschaft (Numismatik) ge-fasst hatte, entschloss er sich, sein merkantiles Gebäude nach undnach wieder abzutragen, bis Mitte der 1870er Jahre nur noch seineBeteiligung an den im Kanton Zürich liegenden Fabriken übrigblieb (jetzige Firma Blumer & Biedermann, Spinnerei und Bunt-weberei in Rorbas-Freienstein). —
Auf Anregung st. gallischer Geschäftshäuser haben sich früh-zeitig auch einige dortige Fabriken der Türkenkappen-Druckereizugewandt, so die Firmen Landenberger in Gossau, Merhart beiBrüggen, Jakob Hösly (gebürtig von Glarus) im „Watt“ bei St. Gallen,J. Tribelhorn 1 ) im Lindenthal bei St. Gallen, besonders aber Joh.Kaspar Hösly (1797—1873) von Glarus. Anfänglich einfacherDruckereiarbeiter, machte derselbe schon in seinem Heimatortedie ersten Versuche, sich der Fabrikation zuzuwenden, ging dann1836 nach St. Gallen, nahm hier die Bleicherei, Druckerei undAppretur „im Lindenthal“ und hierauf, gemeinschaftlich mit einemFärber Labhardt, die Blau-Druckerei Tobler vor dem Platzthor inPacht und kaufte dann 1840 eine kleine Fabrik in Blumeneggbei Goldach-Rorschach. 2 ) Dieselbe vergrösserte er nun im Laufe
') Nach Dr. H. Wartmann begann Tribelhorn seine Thätigkeit 1843und erstellte später neben den Türkenkappen auch Mouchoirs („Foulards“und „Chäles“), Cravatten und Indiennes, indem er dazu sowohl Hand- alsRouleaudruck und eine Zeit lang auch Reliefdruck mittelst Walzen und dieLithographie für Vordrucke in Anwendung brachte; dagegen haben die obenzuerst genannten drei Fabriken nur eine geringe Bedeutung und auch keinenlangen Bestand gehabt. — Von andern in den 1840er Jahren im KantonSt. Gallen existierenden, sehr kleinen Lohn-Druckereien, die sich namentlichmit Indigo-Artikeln befassten und seither längst eingegangen sind, erwähntdie schon genannte Quelle noch weitere acht Firmen.
2 ) Dieselbe war von einem Ferdinand Henking gegründet und daraufeinige Jahre von J. J. Kelly , Druckereibesitzer in Mettendorf bei Gossau,pachtweise betrieben worden.