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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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plumper gemacht und die Konturen verstärkt, um im Druck rascherund billiger produzieren zu können. Wenn es somit als Regel undVorschrift galt, sich möglichst innerhalb des Rahmens der türki-schen Originalien und des herrschenden Geschmackes — ziemlichsteife, stylisierte pflanzliche Motive — zu bewegen, war damitnicht ausgeschlossen, dass etwa einmal auch eine Serie neuer, ab-weichender Sachen sich Bahn brach; dies war z. B. der Fall mit■den schönen vielfarbigen Cachemires 1 ), welche das Haus HeinrichBrunner in den 1850er Jahren auf den Markt brachte und welchenamentlich in Syrien einen dauernden Erfolg erzielten. Im übrigen.legten die Orientalen hauptsächlich Wert auf abwechslungsreicheBoden- und möglichst feurige Illuminationsfarben; eine gewisseRolle als zarte meergrüne Bodenfarbe spielte beispielsweise (vorder Aera der Anilinfarben) das etwas schwierig herzustellende sog.„Giftgrün“, im wesentlichen mit Grünspan und Seifenwurzel-abkochung bereitet; die Brunner’sche Fabrik wusste das Geheimnis■dieses Kupfergrüns, welches man nach dem Waschen der übrigenFarben einpasste, während mehreren Jahren zu bewahren.

Je mehr die Fabrikanten mit ihren Absatzgebieten in direktenVerkehr kamen, desto mehr wurden die Yasmas ausgestaltet d. h.verschiedene Abarten derselben geschaffen, indem man die für jedeProvinz passenden Dessins, Farben, Tuchqualitäten und Grössenfeststellte. Hatte es sich bis in die zweite Hälfte der 1840er Jahrefast ausschliesslich um 10/4 Mi-double in einer couranten Qualitätgehandelt, so kamen nun alle möglichen Breiten, von 22 bis 47französischen Zoll, auf und wurden „feine“ (I a bis extraprima)und „grobe“ (II‘ la oder ordinäre) Mi-doubles unterschieden. Diefeinen hatten im Zettel 18—21, im Schuss 15—21 Fäden auf */ 4französischen Zoll im Quadrat, Zettelnummer 60 Mako, Schuss-nummer 54 Mako; die groben wiesen im Zettel 14, im Schussanfänglich 12—13, später 10—9 Fäden auf, Zettelnummer 40

b Dieselben waren Kompositionen des geschätzten FabrikzeichnersJoh. 'Heinrich Speich-Jenny von Luchsingen (Vater von Herrn Julius Speich-Angst, früher in Firma Kläsi, Speich & Cie. in Beirut), welcher, vorher inMouchoirsfabrikenthätig, mit den damals im Lapisartikel florierenden „Palmen“Bekanntschaft gemacht hatte und dieselben nun in geschmackvoller Weise-auf den Yasmasartikel übertrug.