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Indigo schliesslich unvermischt nur noch an der Kante der Tüchersichtbar; denn in der Zeichnung des Randes ist es durch das Gelbin ein dunkles, trübes Grün — Grosvert 1 ) — und im Boden durchdas darauffallende Rot in ein eigentliches Violetbraun verwandelt.Die Uso India waren eine Nachahmung ursprünglich indischerSeidentücher, deren Dessinsschlag wir schon S. 41 Anm. 1 charakteri-siert haben; sie zeigten schwarze Vordrücke und krapprote Böden,die weissen Partien in oder nach dem Krappbade mit Curcuma,später auch wohl mit dem solidem „Flavin“ sattgelb gefärbt.Da die Fabrikation dieser drei Genres durchaus in diejenige derMouchoirs einschlug, überliessen die Yamasfabrikanten dieselbengern den Mouchoirsdruckern; mit den Yerli und Nefti befasstensich in den 1840er und 1850er Jahren hauptsächlich die FirmaBalth. Tschudi & Cie. und von da an bis 1890 die Firma Gebr.Freuler; daneben stellten andere Fabriken einen geringem, billigemAbklatsch her, indem sie das Indigoblau durch gefärbtes Ferrocyan-blau und das Krapprot durch Tafelrot ersetzten.
Neben den bisher behandelten abgepassten Artikeln ver-suchten einige Fabrikanten, die Yasmas-Dessins und -Farben auchals lange Ware, also als „Indiennes“ (in Syrien besonders in„Rayes“- oder „Colonnen-Mustern“) türk. „Basma “ zu drucken;auf diesem Gebiete dominierte jedoch, soweit es nicht von denBuntgeweben in Beschlag genommen war, schon sehr früheEngland mit seinen auf dem Rouleau gedruckten, billigem undin Farben solidem „Prints“ (auf gewöhnlichem Calicot-Gewebe),so dass die bezüglichen GlarnerArtikel auf Midouble-Gewebe da-neben keine nennenswerte Rolle spielen konnten.
Dem Geschmacke der Abnehmer entsprechend, verwendetman auf die Verpackung der Yasmas eine gewisse Sorgfalt; so
*) Ein anderer, ähnlich fabrizierter Artikel, der in Serbien zwar inkleinern Posten, jedoch während mehreren Jahrzehnten gangbar blieb undauf gewöhnliches, mittelschweres Tuch gedruckt wurde, hiess „Lapis Gros-vert Nationalmuster“, von den Druckarbeitern „Lapis-Schlegeli“ ge-nannt; sie wiesen in 8/4 (später 6Vs/4) Breite, ähnlich wie bei den „Fichus“,zwei nebeneinander laufende Dessins auf und zwar durch alle Jahre hindurchimmer die gleichen, das eine eine stylisierte Blume, das andere eine steife,rundliche Frucht mit kurzem Stiel, einem kleinen Druckerschlägel nicht un-ähnlich, vorstehend.