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malaiischen Archipels vertraut zu machen. 1 ) Obwohl diemeisten Völker (besonders die Altperser, Griechen, Araber undMongolen), welche Vorder-Indien im Laufe der Jahrhunderteinvadierten, durch Neuerungen oder Veränderungen in den Trachtenihre Spuren hinterlassen haben und ebenso die Occupation durcheuropäische Nationen nicht ohne Einfluss geblieben ist, so be-deckt sich doch noch heute ein grosser Teil seiner Bewohnerin einer der Urtracht sehr ähnlichen Weise mit ungenähtenrechtwinkligen, selten dreieckigen, grossen Chäles oder langenSchärpen zu vergleichenden Tüchern, mit sog. Loom-mades, mitwelchem Ausdrucke der Engländer alle solchen auf dem Webstuhlverfertigten Gewandstücke, die nachher keine Nadel mehr zu be-rühren braucht, bezeichnet. Dieselben werden nach mehr oderweniger geschmackvoller Art in Falten und Schlingen um einzelneKörperteile gelegt. Es wird (nach AVatson) vermutet, dass dieNadel und somit das Nähen in Vorder-Indien vor Einbruch dermuhamedanischen Araber gar nicht bekannt gewesen sei; anstatteines Saumes iiess man früher häufiger als heutzutage als Ab-schluss die Zettelfäden ein Stück weit als verknüpfte Webfransenam Ende des Tuches stehen; noch heute sollen sich hauptsäch-lich muhamedanische Männer mit Nähen und Sticken abgeben.Ein indischer Mann ärmster Klasse braucht zu seiner vollstän-digen Bekleidung nichts als ein weisses oder farbiges Baumwoll-tuch von zirka 1 Meter Breite und zirka 15 Meter Länge, welcheser in drei ungleiche Stücke zerschneidet; eines legt er als Schurz
’) Dabei stützen wir uns, was Vorder-Indien an belangt, neuerdingsauf Hottenroth’s Trachten der Völker alter und neuer Zeit“ (1884 und 1891),sowie auf „The Textile Manufactures and the Costumes of the People oflndia“ by J. Forbes Watson (London, W. H. Allen & Cie., 1867); diese ziem-lich seltenen Werke wurden dem Verf. in verdankenswertester Weise nebstverschiedenen andern Fachschriften von Herrn U. Meyer, Direktor der Seiden-webschule in AVipkingen-Zürich, zur Verfügung gestellt. Ueber die Trachtenim festländischen Plinter-Indien und im niederländisch-indischenKolonialreich, sowie speziell über den ßattick-Artikel informierte sichder Verf. teils bei mit den dortigen Verhältnissen vertrauten Glarnern, teilsdurch die bis jetzt erschienenen zwei Lieferungen des S. 89 Anmerk. 1 er-wähnten, höchst bemerkenswerten Werkes, in' welchem diese Gegenständemit vollkommener Sachkenntnis, ja mit einer eigentlichen Begeisterung undHingabe geschildert werden.