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geschätzt. Inwiefern der Ursprung des javanischen Battickensin Beziehung stand mit dem schon S. 34 u. ff. erwähnten Wachs-Reservedruck Vorderindiens ist noch nicht genügend aufgeklärt;»der Unterschied lag im wesentlichen darin, dass bei letzterm dasAufträgen des Wachses nur einseitig geschah, während in Java,wenigstens in früherer Zeit, nur beidseitig bearbeitete Ware er-zeugt wurde und dieselbe auch durch die Feinheit der Ornament-formen eine höhere Stellung einnahm. Nachdem wir das Ver-fahren in seinen Grundzügen schon S. 38 skizziert haben, erweiternwir hier jene Darstellung noch wie folgt:
Die erste Arbeit der battickenden Javanerin besteht darin,den Baumwollstoff zu prägnieren; ist derselbe für Blau- oder Braun-färberei bestimmt, so wird derselbe nach dem Entschlichten (Blei-chen ) lediglich mit Reisbrei (Reisstärke-Kleister) gestärkt und gutgeglättet, damit das auf den Stoff auffallende flüssige Wachs nichtausfliesst und nicht durchschlägt; beabsichtigt man dagegen dieErzeugung von Rot, so ist noch vor dem Stärken ein umständ-licher Oelungsprozess (mittelst Ricinus- oder Sesamöl und Lauge)erforderlich; derselbe dauert mit seinen verschiedenen Wieder-holungen ungefähr 9 Wochen und ist im Grunde der früher inEuropa gebräuchlichen Oelpräparation für Türkischrot sehr ähn-lich. Die Battickerin arbeitet nun aus freier Hand nach einerPapierzeichnung, oder sie paust letztere vorerst mittelst Farbstiftdurch oder bedient sich zum Entwerfen der Zeichnung auf denKattun auch wohl entsprechender Schablonen. Ihr Instrument fürdie eigentliche Wachsmaierei, das Tjanting (zu deutsch „Näpfchen“)aus Kupferblech hat nur wenige Kubikcentimeter Inhalt und lässtsich am besten mit einer Tabakpfeife vergleichen, welche nach einerSeite hin ein Ausflussröhrchen besitzt, während ein spitzer An-satz nach der andern Seite hin dazu dient, sie durch Einstecken inein Stück Bambusrohr mit einer passenden Handhabe zu versehen;letztere ist unbedingt nötig, da man das gewöhnlich noch mitetwas Harz versetzte geschmolzene Wachs nach Bedürfnis auseinem über Kohlen erhitzten Becken schöpft und jenes überhauptin der Temperatur nicht unter 70 Grad sinken darf, indem es sonstzu erstarren beginnt. Während die linke Hand das an einemHeck oder Rahmen aufgehängte Tuch an einer Stelle unterstützt,