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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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1860, durch Vermittlung des Handelshauses Luchsinger, Eimer& Oertli; Egidius Trümpy in Glarus von 1852 an, indem diesesHaus mit Schweizer Kaufleuten, die direkt mit Java arbeiteten■oder dort etabliert waren, in Verbindung trat; Blumer & Tschudi in Glarus vom gleichen Jahre an durch Herrn Imhoof-Hotze inWinterthur (S. 422); wenig später, jedoch nur für einige Jahre:Eelix Weber in Netstal ; von 1860 an Christoph Trümpy inNäfels ; von 1867/68 an Gebrüder Blumer & Cie. in Schwanden<an Stelle von P. Blumer & Jenny, gemäss S. 344); schliesslichTschudi & Cie. in Schwanden und Luchsinger, Eimer & Oertliin Näfels , welche beiden Fabriken von den 1860er bezw. 1870erJahren an speziell türkischrote Sarongs erstellten. In der übrigenSchweiz haben sich die Firmen Gebrüder Greuter & Rieter inIslikon-Frauenfeld (S. 130), Rieter, Ziegler & Cie. in Richterswil und Gebrüder Geilinger in Winterthur längere Zeit und in er-heblichem Masse mit der Erstellung türkischroter und indigoblauerBattick-Genres abgegeben. Die Zoll Verhältnisse lagen für den Artikelvon Anfang an günstig, da die Niederlande (nach Dr. H. Wartmann)■schon im Tarif von 1845 Gewebe aller Art ans Baumwolle undSeide mit einem Eingangszoll von bloss 6 % vom Wert belegten. 1 )

Mit dem Anwachsen der Druckfabriken wurde auch der Ver-brauch von Farbstoffen und andern Hilfs- und Rohmaterialienim Lande Glarus ein recht beträchtlicher. Neben den alten Droguen-handlungen in Zürich und Basel geschah deren Beschaffung durchdie hiesigen Apotheken (so namentlich durch Matheus Oertli,

’) Gegen die Mitte der 1850er Jahre nahm auch der Export schweizericher,besonders toggenburgischer bunt ge woben er Sarongs und Kains nachSingäpore, Batavia und Manila bedeutende Dimensionen an; wann und durchwen zuerst die Aufnahme der Fabrikation dieser Artikel geschah, erwähntauch Herr Dr. H. Wartmann in seinem bekannten Werke über die IndustrieSt. Gallens nicht. Auch dieser Zweig der toggenburgischen Buntweberei hatgegenwärtig einen schwierigen Stand, da sie nicht nur mit der englischen,sondern seit ungefähr 1880 auch mit einer bedeutenden holländischenKonkurrenz zu kämpfen hat; neben den abgepassten Spezialitäten ist immeretwas auch in gewöhnlicher langer Ware verkäuflich.