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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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gehörend) und einem Reservefond von rund Fr. 200,000 in sich auf-nahm; dass sie drittens obige Vorschuss- und Leihkasse mitAktiven und Passiven unter billiger Entschädigung der Aktionäre *)erwarb, und dass sie viertens mit einer Notenemission im Betragvon l J / 2 (seit 1897 von 2 1 / 2 ) Millionen Franken ausgerüstet wurde,alles mit staatlicher Garantie. 2 ) Die Wahl eines Direktors fiel aufden schon genannten Herrn Kaspar Heer in Glarus , welchem 1897Herr Fritz Jenny von Ennenda nachfolgte. 1897 fand eine Erhöhungdes staatlichen Dotationskapitals um Fr. 500,000 statt, währenddie Sparkassaguthaben sich per 31. Dezember 1901 bei einerZahl von 17,191 Einlegern auf die stattliche Summe von 15 3 / 4Millionen Franken gehoben haben.

Im Anschluss an obige Bank-Institute wollen wir nicht unter-lassen, auch auf die zahlreichen finanziellen Anstalten humanitärenCharakters einen Blick zu werfen; wir meinen die Kranken- undPensionskassen, welche eines der rühmlichsten Blätter glarnerischerKulturgeschichte bilden. Ein heute noch lesenswertes Referat vonRedaktor Josua Staub 8 ) gibt über die ersten Anfänge folgendeAufschlüsse:

„Es war im Jahre 1815/16, als ein Arbeiter, Drucker in der Fabrikder Herren Egyd. Trürnpy in Glarus , das Schicksal hatte, über ein Jahrkrank darnieder zu liegen ; dadurch gerieth er in Schulden; die übrigenMitarbeiter nahmen Antheil an seinem Schicksal und erleichterten ihm das-selbe mit einer schönen Beisteuer. Die nämliche Teilnahme bethätigte sichbei fernem ähnlichen Anlässen. Nach diesen Vorfällen thaten sich (1816)

b Die Aktien wurden mit je Fr. 575 zurückbezahlt, während dafür derReservefond von Fr. 138,849. 55 Cts. an die Kantonalbank überging; letztereübernahm auch das gutgelegene, 1879/80 neu errichtete Bankgebäude; alsletzter Präsident der Leihkasse hatte Dr. Niklaus Tschudy die Unterhand-lungen mit der Regierung gepflogen und zu einem loyalen, beide Teile be-friedigenden Abschluss gebracht.

2 ) Dagegen verzichtete der Staat nach Errichtung der Kantonalbankauf eine Vertretung im Vorstande der „Bank in Glarus“, immerhin ohnevon seinem Aktienbesitz etwas zu veräussern.

3 ) Vorgetragen in der Sitzung der „Kantonalen Gemeinnützigen Ge-sellschaft“ vom 21. September 1861, abgedruckt in Nr. 116 der „Neuen GlarnerZeitung“ vom 26. September 1863.

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