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Die Thatsache, dass die Gründung fast aller älterer Kranken-kassen im Kanton Glarus aus der Initiative der Arbeiter (ins-besondere von solchen in Druckfabriken) hervorgegangen sind,stellt denselben in Bezug auf ihren Sinn für gesunde Selbsthilfe,für Sparsamkeit und Solidarität ein überaus günstiges Zeugnis aus;■daneben muss beigefügt werden, dass diese Institute, besondersin späterer Zeit, von Seite der Fabrikanten und anderer gemein-nütziger Männer mit sehr bedeutenden Vermächtnissen und Ge-schenken bedacht worden sind 1 ), was ihren Bestand bezw. ihreProsperität auch dann noch sicherte, als mit dem Anwachsen derZahl der ältern Mitglieder auch der Betrag der zu entrichtendenUnterstützungen sich beträchtlich vermehrt hatte. Schon früh-zeitig wurde es in den meisten Fabrikkassen üblich, auch Leuteanderer Berufsarten aufzunehmen bezw. sie als Mitglieder zu be-halten, wenn sie ihren Beruf geändert hatten; neben den „bürger-lichen“ („Fabrik“- und „Dorfkassen“) entstanden allmälig auchkleinere spezielle Kassen für einheimische Handwerker oder fremdeGesellen und Dienstboten. Alle bisher genannten hatten übrigensdas Gemeinsame, dass sie nur dem männlichen Geschlechte zu-gänglich waren. Die erste weibliche Krankenkasse wurde 1856/57bei Anlass der Eröffnung des Armen- und Krankenhauses in Glarus gegründet, war jedoch nur für weibliche Dienstboten bestimmt;die erste Fabrik-(Etablissements)-Kasse, welche auch die weib-liche Arbeiterschaft umfasste (bezw. dieselbe zum Eintritt ver-pflichtete) war diejenige der Spinn- und Weberei in Haslen (ge-gründet 1856 durch ein Legat von Kirchenvogt Frid. Jenny inEnnenda , eröffnet 1860); ihr folgten, und zwar als ausschliesslichweibliche Kassen, 1864 die „Frauenkrankenkasse der Kirchgemeinde■S chwan den“ und die „Krankenkasse für Arbeiterinnen“ in Lin th al,sowie 1867 die „ Weibliche Krankenkasse Ennenda-Ennetbühls“,während in einigen Gemeinden noch heute dieser jüngste, aber■schwierigste Zweig des freiwilligen Krankenkassenwesens etwaszurückgeblieben ist. Von Anfang an wurde bei den hiesigenKrankenkassen, ähnlich wie bei derjenigen von Islikon , in Aus-
2 ) Auch verschiedenen andern humanitären Anstalten und Stiftungs-fonds sind in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts von Seite der Be-güterten reichliche Vergabungen zugeflossen.
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